Das Tor, das fast keiner gesehen hat: Richard Neudecker schießt nach wenigen Sekunden zum 1:0 für die Löwen ein – wegen eines Stromanfalls in Mannheim war MagentaSport zu diesem Zeitpunkt nicht auf Sendung.
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Das Tor, das fast keiner gesehen hat: Richard Neudecker schießt nach wenigen Sekunden zum 1:0 für die Löwen ein – wegen eines Stromanfalls in Mannheim war MagentaSport zu diesem Zeitpunkt nicht auf Sendung.

Auch Rostock und Ingolstadt mit Zittersiegen

Frühes Tor, spätes Tor, fertig ist der Dreier: TSV 1860 weiter im Aufstiegsrennen

  • Ludwig Krammer
    vonLudwig Krammer
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Der TSV 1860 bleibt oben dran. Doch auch die Konkurrenz erledigt ihre Aufgabe - so bleibt das Aufstiegsrennen in der 3. Liga spannend.

Mannheim/München – „The fight ist not over“, ließ Torschütze Dennis Dressel nach dem 2:0 (1:0)-Erfolg bei Waldhof Mannheim via Instagram wissen: „Der Kampf ist nicht vorbei.“ Ganz im Gegenteil.

Im Gleichschritt zitterten sich die Sechziger, Hansa Rostock und der FC Ingolstadt am Samstagnachmittag zu drei Punkten. Während die Löwen nach der frühen Führung durch Richard Neudecker bis zur sechsten Minute der Nachspielzeit bangen mussten, ehe Dressel die Vorlage von Sascha Mölders im zweiten Versuch über die Linie bugsierte, profitierte Rostock beim 3:2 in Meppen von einem Jokertor durch Philip Türpitz (90.+1); die Ingolstädter brauchten einen zu Unrecht verhängten Handelfmeter, um den FSV Zwickau mit 3:2 niederzuringen.

In katastrophaler Verfassung präsentierte sich (Ex)-Topfavorit Dynamo Dresden beim 0:3 gegen den Halleschen FC. „Was wir hier treiben in den letzten sieben Spielen, ist einfach nur bodenlos“, erregte sich Torwart Kevin Broll bei MagentaSport. Angesichts der zwei ausstehenden Nachholspiele (gegen Duisburg und in Uerdingen) müsse man „den Scheißdreck“ trotzdem „positiv sehen“. Für Dynamo-Trainer Markus Kauczinski war gestern indes Feierabend. „Wir müssen so schnell wie möglich wieder Spiele gewinnen. Dafür werden wir jetzt noch mal alle Kräfte mobilisieren“, teilte Sportchef Ralf Becker im öffentlichen Beurlaubungsschreiben mit. Mit dem Trainerwechsel wolle man „in der wichtigsten Phase der Saison noch mal einen neuen Impuls setzen, um unser Ziel zu erreichen.“

Ein Scheitern könnte dem Zweitliga-Absteiger den Motor abwürgen. Vergleichsweise gering ist da der Erfolgsdruck bei den Löwen, die ihren Etat für die kommende Saison bereits in trockenen Tüchern haben. „Es ist sicherlich ein entscheidendes Momentum, dass wir sehr sehr stark Planungssicherheit haben im Vergleich zu den letzten Jahren“, sagte Sportgeschäftsführer Günther Gorenzel unlängst. Sämtliche Leistungs- und Hoffnungsträger seien vertraglich gebunden, auch der Rest wisse Bescheid. Unter anderem dürfen sich Linksverteidiger Leon Klassen und Innenverteidiger Dennis Erdmann einen neuen Verein suchen.

Vor dem Abschied soll der Aufstieg stehen. Nach Kaiserslautern mit Ex-Löwe Tim Rieder warten noch Wehen-Wiesbaden, Bayern II und zum Finale am 22. Mai der FC Ingolstadt. Kampfansagen? Fehlanzeige. „Als nächstes spielen wir gegen Lautern, für die geht es um die Existenz“, sagt Kapitän Sascha Mölders. „Wer die Mannschaft sieht, weiß, die haben eine brutale Qualität. Das wird wieder ein hartes Stück Arbeit. Deswegen brauchen wir uns nicht hinzustellen und über den 38. Spieltag zu reden. Das bringt überhaupt nichts!“ Da wollte Schütze Neudecker nicht ausscheren: „Es macht keinen Sinn über den Aufstieg zu reden, wenn du das nächste Spiel nicht gewinnst“, sagte der formstarke Antreiber: „Wir müssen unseren Lauf halten und schauen dann, was am Ende rauskommt!“ Noch vier Wochen bis zur Wahrheit.

Von Ludwig Krammer

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