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Wo ist eigentlich Hasan Ismaik?

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Hasan Ismaik
Hasan Ismaik. © Christina Pahnke / sampics

1860 München geht mit einem Vorteil in das Relegations-Rückspiel gegen Drittligist Jahn Regensburg. Die Löwen versprachen, sich zu "zerreißen", um die Katastrophe abzuwenden, haben aber den ungleich größeren Druck.

München - Es sind Typen wie Sascha Mölders, die 1860 München am Rande des Abgrunds jetzt braucht. Kämpfer, Stehaufmännchen, Spieler mit Leidenschaft. Mölders ist es ohne Einschränkung zu glauben, wenn er mit Blick auf das Relegations-Rückspiel gegen Drittligist Jahn Regensburg am Dienstag (18.00 Uhr/ARD und Sky) ankündigt: "Regensburg will unseren Platz. Wir werden uns zerreißen, um das zu verhindern."

Die Frage ist nur, ob das wirklich für alle gilt. Dass der taumelnde Fußball-Zweitligist weder auf dem Platz noch sonstwo wie eine verschworene Einheit wirkt, könnte trotz des überaus glücklichen 1:1 (0:1) im Hinspiel am Freitag ein entscheidender Nachteil sein. Und dies, obwohl bereits ein torloses Remis reichen würde, denn die Vorstellung der Löwen in Regensburg hatte im ersten Durchgang Züge einer Arbeitsverweigerung.

Wohl auch deshalb verströmt der SSV Jahn nach wie vor Zuversicht - gerade auch wegen der Aussicht auf die besondere Kulisse in der Allianz Arena. 60.000 Zuschauer werden erwartet. "Wir müssen das einfach aufsaugen und in positive Energie umwandeln", sagte Regensburgs Torwart Philipp Pentke bei Sky. Auf "Ruhe und Geduld" setzt Defensivspieler Sebastian Nachreiner: "Wir brauchen nichts zu überstürzen, wir haben 90 Minuten Zeit für ein Tor."

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Sechzigs Kreativkopf Michael Liendl fordert Mut und Entschlossenheit, um wie vor zwei Jahren gegen Holstein Kiel in letzter Sekunde das "Desaster epischen Ausmaßes (1860-Geschäftsführer Ian Ayre) abzuwenden. "Am Dienstag müssen wir den Sack zumachen, müssen das irgendwie über die Bühne bringen", sagte Liendl. Mölders bemerkte: "Zu Hause können wir besser spielen, wir müssen und werden eine Schippe drauflegen."

Was passiert, wenn das nicht gelingt, ist in groben Zügen bereits umrissen worden. Der deutsche Meister von 1966 wäre mit fünf Mannschaften (Profis, U21, U19, U17, U16) abgestiegen, das (Noch)-Zweitligateam würde auseinanderfallen.

Die Bild-Zeitung berichtete bereits, dass nur sechs Spieler einen gültigen Vertrag für die 3. Liga hätten. Trainer Vitor Pereira, der ohnehin mächtig im Kreuzfeuer der Kritik steht, wäre wohl ebenfalls weg. Zumal unabhängig vom Klassenverbleib bereits Gerüchte über Sandhausens Coach Kenan Kocak als möglichem Nachfolger kursieren.

Wie Geldgeber Hasan Ismaik das alles findet, ist nicht bekannt. Der Jordanier war weder am Freitag in der Oberpfalz, noch wird er am Dienstag in München erwartet. Seit knapp 14 Tagen hat Ismaik sich nicht mehr über seine bevorzugte Mitteilungs-Plattform Facebook geäußert. "Er ist beruflich in Los Angeles", sagte 1860-Präsident Peter Cassalette der Bild am Sonntag: "Klar, dass er aufgrund der letzten Spiele nicht glücklich ist."

Zuvor wurde Ismaik nicht müde, zu betonen, dass die Sechziger "eine Herzensangelegenheit" für ihn seien. Was dieses Herz tatsächlich aushält, wird sich zeigen, sollte der "Ober-GAU" (Cassalette) bittere Realität werden. "Enttäuscht uns nicht!", appellierte Ismaik in seiner letzten Nachricht am 17. Mai. Da hoffte er noch, die Relegation vermeiden zu können.

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