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Die Kicker des TSV 1860 erlebten einen turbulenten Trip nach Osnabrück, inklusive zwei späten Gegentoren und einem Rückreise-Chaos.

Mangelnde Chancenverwertung

Konterschwäche und Rückreise-Chaos: 1860 ohne Glück in Osnabrück

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Nicht nur der zweite Auswärts-Auftritt der noch jungen Drittliga-Saison war für den TSV 1860 ein turbulenter. Auch die Heimkehr nach München lief für die Löwen anders als geplant.

Osnabrück - Irgendwie musste das so kommen. Eigentlich wollte der TSV 1860 am Donnerstag um 9.20 Uhr die Maschine vom Flughafen Münster/Osnabrück nach München nehmen, zum Trainingsgelände fahren und trainieren. Doch gegen zehn Uhr ertönte die eine Durchsage: Flug annulliert. Danach ging es für die Löwen mit Kleinbussen weiter nach Düsseldorf. Geplanter Abflug: 13.30 Uhr! Das Flugzeug startete 60 Minuten später. 

Knapp 14 Stunden zuvor, beim 2:2 in Osnabrück, sahen die Spieler ähnlich bedröppelt aus der Wäsche. In allerletzter Minute klaute Marcos Alvaro dem TSV 1860 mit einem Traumfreistoß die drei sicher geglaubten Punkte. Die Löwen hatten einfach kein Glück in Osnabrück! Statt Platz zwei belegen die Löwen „nur“ den zehnten Rang in der Tabelle. „Das ist sehr bitter, wenn man 2:0 führt“, sagte Mittelfeldspieler Quirin Moll. „Solche Spiele sind wie eine gefühlte Niederlage. Du bist hier 2:0 vorne, besser kann man es sich eigentlich nicht aussuchen.“ Phillipp Steinhart ergänzte: „Du musst hier die drei Punkte mitnehmen!“

Zwei Zweier, viele Dreier: Bilder und Noten zum packenden Löwen-Remis an der Bremer Brücke

Unter dem Strich muss man festhalten: Nach dem ersten Sieg gegen Lotte (5:1) haben die Löwen ihre erste Reifeprüfung nicht (ganz) bestanden. „Es waren Kleinigkeiten, die gefehlt haben. Ich denke, das wird uns in den nächsten Spielen helfen“, sagte Torschütze Adriano Grimaldi. „Wir haben jetzt gemerkt, wie die Dritte Liga funktioniert.“ Die Löwen haben Lehrgeld gezahlt, ziehen daraus aber ihre Schlüsse. „Wir haben gesehen, dass man über 95 Minuten mit hundert Prozent spielen muss“, so Steinhart. „Wir haben an Erfahrung dazu gewonnen. Kopf hoch, am Sonntag geht es weiter.“ Dann treffen die Löwen um 13.00 Uhr zu Hause auf Uerdingen und Ex-Löwe Stefan Aigner. Die Krefelder gewannen ihr Spiel am Mittwoch 3:2 gegen Meppen – der Siegtreffer fiel in der letzten Minute.

Düsseldorf statt München: Probleme gab es für die Löwen auch bei der Rückreise aus Osnabrück.

Einhellige Meinung: „Wir müssen die Konter besser ausspielen“

Dass sie sich den Punktverlust in Osnabrück selbst zuschreiben müssen, war allen schnell klar. „Wir müssen die Konter besser ausspielen. Dann legen wir nach und killen sie“, so Moll. Osnabrücks Trainer Daniel Thioune sah es genauso: „Normalerweise tötet einen der Gegner und macht das 3:0!“ Zumal nach dem Anschlusstreffer der Hausherren mit Felix Schiller sogar noch ein Lila-Weißer vom Platz flog. Doch den Münchnern fehlte in der zweiten Halbzeit die Überzeugung vor dem Tor, zudem gingen die Bälle in der Spitze oft zu schnell verloren. Das sah auch Steinhart so. „Wir haben uns zu sehr reindrücken lassen und nicht mehr getraut, Fußball zu spielen“, so der Außenverteidiger.

Kommentar zum Löwen-Spiel in Osnabrück: Mal abwarten!

Neuzugang Grimaldi wäre in diesen Situationen goldwert gewesen, doch der Torschütze zum 1:0 und Vorlagengeber zum 2:0 musste mit Krämpfen vom Feld. Von der Ersatzbank aus musste er zuschauen, wie die Führung aus der Hand glitt. Am Sonntag können sie es die Löwen gegen Uerdingen besser machen.

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