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Ismaik kündigt Jahr der Veränderungen an

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Von: Uli Kellner

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München – Neuer Trainer, bissige Spieler: 2017 soll bei den Löwen alles besser werden - mal wieder.

Ein weiteres turbulentes Krisenjahr ist Geschichte. 2017 soll beim TSV 1860 alles besser werden, wieder einmal. Morgen nehmen die Löwen die Vorbereitung auf die Rückrunde auf, bereits am Mittwoch geht es in ein XXL-Camp in Portugal (16 Tage!). Fans, Angestellte und Spieler werden sich auf etliche Veränderungen einstellen müssen. Das Trainingslagerziel – Jose Mourinhos „One Troia“-Center – soll die angestrebte Professionalisierung dokumentieren.

Trainer: Benno Möhlmann, Daniel Bierofka, Kosta Runjaic. Das waren die Trainer, die 2016 mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg versucht haben, den Löwen Grundtugenden wie Kampfgeist und Siegeswille zu vermitteln. „Bis auf Peter Neururer hatten wir eigentlich jeden prominenten Zweitligatrainer – jetzt nehmen wir halt mal einen Ausländer“, erklärte Präsident Peter Cassalette. Der Portugiese Vitor Pereira, 48, wurde Hasan Ismaik von seinem Beraterstab wärmstens empfohlen; er gilt als impulsiv, leistungsorientiert, erfolgsbesessen. Bei Porto und Piräus sammelte Pereira Titel und Trophäen, die Löwen soll er bis 2018 zurück in die Bundesliga führen. „We go to the top“, rief er den Fans beim Antrittstermin in einem Brauhaus zu. Pereira ist der erste 1860-Trainer, der mehr als zwei Millionen Euro pro Jahr verdienen soll.

Kader: Analog zur Trainerpersonalie zeichnet sich auch bezüglich des Kaders eine Internationalisierung ab. Als Zugänge gehandelt werden Galatasaray-Profi Yasin Öztekin (29, Außenbahn), der Uruguayer Jonathan Alvez (28, Sturm) und der brasilianische Linksverteidiger Ismaily (26) von Schachtjor Donezk. Nach eigener Auskunft will Ismaik bis zu 100 Millionen Euro in den Verein investieren. Mit einem bodenständigen Wintertransferpaket, wie es Oliver Kreuzer vor Jahresfrist schnürte (Mölders, Mauersberger und Co.), ist eher nicht zu rechnen. Pereira sei „sehr kreativ“, sagte Ismaik im AZ-Interview. Immerhin: „Wir werden keine verrückten Sachen machen.“

Mentalität: „Athletik, Disziplin und Biss.“ Das sind laut Ismaik die neuen Leitlinien, die ab sofort bei der Spielerauswahl gelten. Ähnlich zackig soll es künftig in der Geschäftsstelle zugehen. Ismaik kündigt „ein Jahr der Veränderungen“ an. „Minderleistung in allen Ebenen“ werde er nicht länger akzeptieren, schrieb er bei Facebook: 1860 dürfe nicht länger als „gut bezahlte Wohlfühloase“ wahrgenommen werden.

Ziele: In dieser Saison strebt 1860 einen Platz im gesicherten Mittelfeld an. Mittelfristig gilt das Pereira-Zitat: „We go to the top.“

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