Haching-Schreck: Sascha Mölders hatte auch im gestrigen Derby das letzte Wort.
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Haching-Schreck: Sascha Mölders hatte auch im gestrigen Derby das letzte Wort.

1860 erstmals seit dem letzten Derby ohne Gegentor

Vorne eiskalt, hinten stabil

  • Uli Kellner
    vonUli Kellner
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Haching-Coach Van Lent erklärt abgezockte Löwen zum Vorbild.

Derweil Manni Schwabl lippenkauend durch den Dauerregen tigerte, baute sich Sascha Mölders vor Löwen-Keeper Marco Hiller auf. Sein freudiger Kommentar: „Zu Null!“ Beim vierten Sieg am siebten Spieltag war 1860 erstmals ohne Gegentor geblieben. Haching-Boss Schwabl dagegen grübelte, warum sich seine SpVgg nun schon in der Hinrunde eine Ergebnis-Auszeit nimmt: 0:2 gegen den Lokalrivalen 1860, dritte Pleite binnen acht Tagen – ergibt Tabellenplatz 13.

Arie van Lent stimmte hinterher das altbekannte Klagelied an. „Im letzten Drittel haben wir uns nicht entscheidend durchsetzen können“, sagte Hachings Chefcoach: „Von hinten raus war es teilweise sehr schön, aber schön ist eben nicht alles.“ Der frühere Stürmer verwies auf den Gegner, um darzulegen, wie man es besser macht: „Die schießen zweimal aufs Tor – zweimal ist er drinnen. Das fehlt uns ein bisschen. Wir machen Fehler, kriegen Gegentore – und versäumen es, selber welche zu schießen.“

Die Löwen dagegen treffen inzwischen am liebsten, wenn es gegen Haching geht. Und nach dem 3:0-Sieg Ende Juni stand gestern auch erstmals wieder hinten eine Null. Nicht nur Mölders feierte die stabile Defensive, auch Marco Hiller, der immer auf der Hut war, wenn es darauf ankam. „Unglaublich“, freute sich der 1860-Keeper: „Ich bin stolz auf die ganze Mannschaft. Wir haben hier 90 Minuten gekämpft – und endlich zu Null gespielt.“ Hillers Kurzzusammenfassung: „Superstart, Tabellenführung – ich denke, das ist eine gute Momentaufnahme.“

So sieht das auch Mölders, der seinen finalen Kunstschuss gewohnt schnoddrig kommentierte: „Ich hab hochgeschaut, der Torwart stand nicht richtig gut. Wie sagt man immer so schön? Wenn man nicht schießt, kann der Ball nicht ins Tor gehen. Mit dem 2:0 war das Spiel dann gegessen.“

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