Statt nach Stuttgart fahren die Löwen nun zu einem Testspiel nach Gelsenkirchen.
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Statt nach Stuttgart fahren die Löwen nun zu einem Testspiel nach Gelsenkirchen.

VfB-Absage brockt Löwen Kurztrip in den Westen ein

München – Irgendwann wird Robert Hettich über diesen Tag lachen können. Gestern jedoch dürfte der Teammanager des TSV 1860 so ziemlich alles verflucht haben: Den Tag, seinen Job, die Winterpause – den ganzen Fußball.

Was war passiert? Gegen zehn Uhr in der Früh klingelte Hettichs Handy. Der VfB Stuttgart meldete: Absage des für heute geplanten Testspiels, zu viele Verletzte. Normalerweise kein Problem. Das Dumme war nur, dass die Löwen da bereits mit gepackten Koffern im Bus saßen. „Gelacht hat keiner“, verrät Hettich. Er selber am allerwenigsten. Sein Auftrag: Ersatzgegner finden, möglichst flott.

Hettich: „Ich habe sämtliche Vereine im Umkreis von 250 km abtelefoniert.“ Gelandet ist er schließlich im 450 km entfernten Gelsenkirchen. Es traf sich, dass die Schalker ebenfalls Opfer einer Spielabsage waren. Gefrorener Rasen auf St. Pauli, Anpfiff unmöglich. Stattdessen geht es nun morgen gegen 1860 (19 Uhr).

Es kostete zwar viel Mühe, doch mit der Lösung sind die Löwen jetzt mehr als zufrieden. Bis heute Kurztrainingslager in der Sportschule Ruit („mit Rasenheizung!“), morgen dann eine Simulation des Pokalhits beim HSV. Hettich: „Gleiche Gewichtsklasse, ähnliches Stadion.“ Samstag Rückflug aus dem Westen.

Es gibt aber auch Verlierer: Die Spielerfrauen, die zwei Tage länger alleine sind. Und die Spieler selber, die zusehen können, wie sie an frische Unterhosen kommen. Hettich: „Gepackt haben sie nur für einen Tag.“

Uli Kellner

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