Schwer zu stoppen: Albion Vrenezi.
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Schwer zu stoppen: Albion Vrenezi.

Albion Vrenezi hat große Ziele

Türkgücü wieder nur Remis - Eberwein kontert zweimalige Führung

  • VonNico-Marius Schmitz
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Türkgücü München trifft am 2. Spieltag der 3. Liga auf den HFC. Neuzugang Albion Vrenezi formuliert hohe Ziele für die Saison. Wir berichten im Live-Ticker.

  • Türkgücü München empfängt am 2. Spieltag der 3. Liga den Halleschen FC.
  • Während er HFC am ersten Spieltag erfolgreich war, musste sich die Elf von Petr Ruman mit einem torlosen Remis begnügen.
  • Wir berichten am Sonntag ab 13 Uhr im Live-Ticker.

München – Der 07.04.2021 war sicherlich der größte Tag in der bisherigen Karriere von Albion Vrenezi. Beim 4:3-Erfolg von Jahn Regensburg im DFB-Pokal-Achtelfinale über Köln* verwandelte der 27-Jährige im Elfmeterschießen souverän. In der abgelaufenen Saison in der 2. Bundesliga lief Vrenezi 27 Mal für den Jahn auf, sammelte acht Scorerpunkte. Und trotzdem folgte im Sommer der Wechsel zu Türkgücü*, in die 3. Liga. Auf den ersten Blick definitiv ein Schritt zurück, und das im besten Fußballeralter.

„Jetzt bin ich wieder da, wo ich aufgewachsen bin. Das ist ein großartiges Gefühl.“

Albion Vrenezi über seinen Wechsel zur Türkgücü München.

Aber in Regensburg wollte der Offensivkünstler auf keinen Fall verlängern. „Es war mir klar, dass ich etwas Neues brauche. Jetzt bin ich wieder da, wo ich aufgewachsen bin. Das ist ein großartiges Gefühl.“ Und das ist wohl der entscheidende Punkt für den Wechsel. Vrenezi ist wieder in der Nähe seiner Familie, in seiner Heimatstadt München und in der Nähe vom SV Planegg-Krailing. Vrenezi wurde in keinem schicken Nachwuchsleistungszentrum ausgebildet, sondern spielte bis zu den Senioren bei Planegg. Dort konnte er in Ruhe reifen, wie er selbst sagt: „Ich würde es rückblickend nicht anders machen. Ich hatte viel von meiner Kindheit. Nicht ständig diesen Druck jeden Tag vier Einheiten absolvieren zu müssen. Die Verantwortlichen haben immer hinter mir gestanden und mir dabei geholfen, den nächsten Schritt zu machen.“

Mit 20 folgte dann der Wechsel zum FC Unterföhring in die Bayernliga. Manuel Baum entdeckte Vrenezi und lockte ihn in seine Augsburger U23. Über Sandhausen und dann schließlich Regensburg gelang der Sprung in den Profifußball. „Den Glauben hatte ich immer. Der Schritt in den Profifußball war für mich nie zu weit weg“, sagt Vrenezi, der bei Siemens eine Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker absolvierte.

Türkgücü München: Albion Vrenezi singt zum Einstand „Atemlos durch die Nacht“ von Helene Fischer

Und jetzt also Türkgücü. Ein Verein, der zwar aktuell seine zweite Saison in der 3. Liga spielt, infrastrukturell aber noch nicht auf Profiniveau ist. Aber Vrenezi hat sich schon zurechtgefunden. Beim Mannschaftsabend musste er als Neuzugang auch beim traditionellen Vorsingen ran. Vrenezi performte „Atemlos durch die Nacht“ von Helene Fischer, „das war ein lustiger Moment. Wobei es in der Probe noch deutlich besser geklappt hat. Aber die Mannschaft hatte viel Spaß.“

In der Mannschaft spielt mit Ünal Tosun ja ohnehin einer seiner besten Freunde. Tosun und Vrenezi kickten als Kinder auf den Straßen Münchens zusammen.

Und am Sonntag wartet Halle. Nach dem 0:0 zum Auftakt gegen den SC Verl soll im Grünwalder Stadion vor den eigenen Fans der erste Drittligasieg für Cheftrainer Petr Ruman her. „Der Verein will oben mitspielen. Das sieht man auch an den bisherigen Verpflichtungen“, sagt Vrenzi, der nach eigenen Aussagen positiv überrascht davon war, wie professionell bei den Münchnern gearbeitet wird. Ansage Vrenezi: „Mein Ziel ist ganz klar: Ich will mit Türkgücü Geschichte schreiben.“ (NICO-MARIUS SCHMITZ)

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