Alexander Aamodt Kilde aus Norwegen im Training der Herren beim Alpinen Ski-Weltcup-Finale der FIS in St. Moritz
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Skirennläufer Alexander Aamodt Kilde beim Downhill-Training

Ein Norweger an der Weltspitze

Alexander Aamodt Kilde: Alle Infos zum norwegischen Skirennfahrer - seine Karriere und Erfolge 

Aleksander Aamodt Kilde ist als Skirennläufer vor allem in der Abfahrt und im Super-G erfolgreich. Ihm verdankt Norwegen den vierten Gesamtweltcupsieg.

  • Aleksander Aamodt Kilde ist in der Kombination sowie im Riesenslalom aktiv, am erfolgreichsten allerdings im Super-G und in der Abfahrt.
  • 2012 nahm der Skirennläufer erstmals an einem Weltcup teil.
  • In der Saison 2019/ 2020 entschied er den Gesamtweltcup für sich, was bis dato erst drei Norwegern vor ihm gelungen ist.

Aleksander Aamodt Kilde stammt aus dem norwegischen Bærum und wurde dort am 21. September 1992 geboren. Der Skirennläufer fährt unter anderem Riesenslalom und ist in der Kombination aktiv. Von seiner besten Seite kann er sich regelmäßig in der Abfahrt und im Super-G zeigen.

Sein erstes FIS-Rennen bestritt Kilde 2007 und ist seither regelmäßig dabei. Schon zwei Jahre später durfte er an den Europäischen Olympischen Festivals in Szczyrk teilnehmen, doch der große Erfolg blieb aus. Er schied im Slalom und auch im Riesenslalom aus. Das machte er jedoch gleich im Folgejahr wett und gewann 2010 sein erstes FIS-Rennen. Das führte zu seinem ersten Einsatz im Europacup im November des Jahres.

Ein weiteres Highlight seiner noch jungen Karriere feierte Aleksander Aamodt Kilde bei der Juniorenweltmeisterschaft in Roccaraso 2012. Im Super-G verpasste er nur knapp die Medaillenränge und wurde Vierter. Nichtsdestotrotz schloss er die Saison mit gleich zwei norwegischen Juniorenmeistertiteln ab und zwar im Slalom und im Riesenslalom.

Aleksander Aamodt Kilde beim Weltcup, der Olympiade und weiteren Großveranstaltungen

Im Oktober 2012 folgte die erste Weltcup-Teilnahme des norwegischen Skirennläufers. Allerdings schaffte er es nicht, sich für den zweiten Durchgang zu qualifizieren. Im Januar 2013 im Europacup zeigte sich Aleksander Aamodt Kilde deutlich erfolgreicher und gewann den Super-G von Val-d’Isère. Rund zwei Wochen später sicherte er sich auch noch den Sieg der beiden Super-Gs in La Thuile. Es ist also kaum verwunderlich, dass er sich im Super-G- und der Gesamtwertung des Europacups 2012/ 2013 auf dem ersten Platz niederließ.

Nicht zu vergessen ist außerdem seine Goldmedaille im Riesenslalom bei der Juniorenweltmeisterschaft 2013. Im Jahr darauf ging es für ihn erstmals zur Olympiade nach Sotschi, wo er im Super-G auf dem 13. Platz landete. Im Januar 2015 musste Kilde zwar eine einmonatige Pause einlegen, aber qualifizierte sich nichtsdestotrotz für die Weltmeisterschaft in Beaver Creek. Dort erreichte er in der Kombination Platz acht. Das Jahr endete mit einer Überraschung: einer Drittplatzierung im Super-G von Gröden.

Der Skirennläufer auf dem Weg zum Weltcupsieg

Auf seinen Titel als Weltcupsieger musste Aleksander Aamodt Kilde dann nicht mehr lang warten. Am 30. Januar 2016 sicherte er sich den ersten Platz bei der Kandahar-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen. In der Weltcupsaison 2019/ 2020 wurde der Skirennläufer als Außenseiter gehandelt, doch ab Dezember 2019 sicherte er sich in allen Rennen, bei denen er durch das Ziel fuhr, einen Platz unter den besten zehn. Obwohl dem Sportler nur ein Sieg gelang, führte er in der Gesamtwertung.

Schon zu Beginn der Saison galt Alexis Pinturault als Favorit und holte sich die Gesamtwertung kurz darauf zurück. Das änderte sich im März schon wieder. Pinturault blieb aufgrund des pandemiebedingten Saisonabbruchs keine Chance, sich zurück an die Spitze zu kämpfen. So stand Kilde als Gesamtsieger fest. Das machte ihn zum vierten norwegischen Gesamtweltcupsieger.

Im Alpinen Skiweltcup erzielte er bisher folgende Erfolge:

  • Abfahrt: drei Goldmedaillen, zwei Silbermedaillen, eine Bronzemedaille
  • Super-G: drei Goldmedaille, vier Silbermedaillen, vier Bronzemedaillen
  • Kombination: eine Silbermedaille, zwei Bronzemedaillen

Von Sophie Neumärker

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