Fokussiert auf die Titelkämpfe: Vanessa Hinz hat das Auf und Ab der bisherigen Saison abgehakt. Für Antholz sieht sie ihre Formkurven beim Laufen und Schießen im Steigen.
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Fokussiert auf die Titelkämpfe: Vanessa Hinz hat das Auf und Ab der bisherigen Saison abgehakt. Für Antholz sieht sie ihre Formkurven beim Laufen und Schießen im Steigen.

Alles geben bei der Biathlon-WM in Antholz

Vanessa Hinz will um möglichst viele Einsätze kämpfen

  • VonMichael Eham
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Die bisherige Saison von Vanessa Hinz gleicht eher einer Achterbahnfahrt. Das sieht auch die Schlierseer Biathletin so. Pünktlich zu den Weltmeisterschaften in Antholz (Südtirol) soll jetzt der Höhepunkt der Fahrt folgen.

„Ich will bei der WM meine besten Rennen abliefern und in vielen Wettkämpfen an den Start gehen“, sagt Hinz im Vorfeld der Titelkämpfe, die am heutigen Donnerstag starten und bis Sonntag, 23. Februar, tausende Zuschauer ins kleine Pusterer Seitental nach Antholz locken werden.

Viele der begeisterten Biathlon-Anhänger werden aus Deutschland anreisen. „Mit den vielen deutschen Fans ist es fast wie eine Heim-WM für uns“, freut sich Hinz. „Da ist es nicht schwierig, sich zu motivieren.“ Die Schlierseerin ist nicht nur in den Bergen des Landkreises daheim, sondern auch in ihrem Trainingsort Ruhpolding und jetzt in Antholz. „Ich finde Antholz einfach schön. Die Leute dort sind vom Gemüt her wie daheim.“

Sportlich steigt die 27-Jährige morgen (14.45 Uhr) im Sprint ein. In der Mixed-Staffel (heute, 14.45 Uhr) starten für Deutschland Franziska Preuss, Denise Herrmann, Benedikt Doll und als Schlussläufer der Wahl-Holzkirchner Arnd Peiffer. So gilt es für Hinz gleich im Sprint eine gute Leistung zu zeigen, um sich eine gute Ausgangslage für die Verfolgung am Sonntag herauszulaufen. Außerdem muss die Biathletin des SC Schliersee noch um einen Startplatz im Massenstart kommende Woche bangen, für den bei der WM die ersten 15 des Gesamtweltcups und 15 besten Nichtqualifizierten der WM startberechtigt sind.

Hinz muss also noch ein paar gute Auftritte in der Loipe bieten. „Wenn ich gute Leistungen zeige, bin ich zuversichtlich, dass ich auch im Massenstart laufen darf“, sagt sie. „Wenn ich mich nicht qualifiziere, habe ich es auch nicht verdient.“ Sie ist jedoch zuversichtlich: „Die Laufform geht weiter nach oben, und das Schießen bekomme ich immer besser in den Griff.“

Eine tiefergehende Analyse, warum es bisher immer hoch und runter ging, will sie nach der Saison auswerten. „Ein grober Fehler ist nicht drin. Es sind eher immer mal wieder kleinere Probleme“, erklärt Hinz. „Darum will ich vor der WM auch nicht irgendwas aufwühlen.“

Daher stand nun ein automatisierter Vorgang im Stehendanschlag auf dem Programm. Um Fahrerei zu vermeiden, ist Hinz am Sonntag direkt aus dem Trainingslager in Martell (Italien) nach Antholz gereist. Dort fokussiert sich die Schlierseerin jetzt auf ihren ersten Start. Die wohl größte Chance auf eine Medaille hat sie mit Sicherheit in der Staffel, die am Samstag, 22. Februar, stattfindet. „Da will ich auf jeden Fall starten“, sagt sie selbstbewusst.

In den vergangenen Jahren war die deutsche Staffel häufig Favorit und scheiterte, wenn es drauf ankam. Diesmal gelten die Teams aus Norwegen und Frankreich als Titelanwärter. Hinz gibt sich kämpferisch: „In der Staffel wollen wir das Podium angreifen.“ Mit dabei sind dann auch ihre Familie sowie Fans vom Skiclub Schliersee.

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