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Maximilian Schwarz an der nationalen Spitze angelangt

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Skirennläufer Maximilian schwarz aus Hohenpeißenberg
Der Knoten ist geplatzt: Bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften triumphierte Maximilian Schwarz im Super-G und im Riesenslalom. © Paulfoto.de

Bei Maximilian Schwarz ist so richtig der Knopf aufgegangen. Das stellte der Hohenpeißenberger bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften eindrucksvoll unter Beweis.

Hohenpeißenberg – Zu Saisonbeginn hätte der 19-jährige Hohenpeißenberger gar nicht geglaubt, dass der Winter so gut laufen würde. Zwar durfte er bei einigen Europacup-Rennen starten, doch diese endeten nicht wie gewünscht. „Im Dezember ist es nicht so gut gelaufen“, berichtete Schwarz. „Im Europacup hatte ich mit meinen hohen Startnummern und den damit schlechter werdenden Pisten zu kämpfen und bin entweder ausgeschieden oder ich hab’ mich nicht für den zweiten Lauf qualifiziert.“ Um in der zweithöchsten Serie des Skirennsports leichter Fuß fassen zu können, bräuchte es niedrigere Startnummern und dazu braucht es eine niedrigere FIS-Punktquote.

Bayerische Jugend-Meisterschaften sind für Maximilian Schwarz der Wendepunkt

Daher hat Schwarz seinen Fokus im Januar vermehrt auf die FIS-Rennen gelegt. Am Oberjoch im Allgäu kam schließlich auch der Erfolg zurück. „Der Slalom zu den Bayerischen Jugendmeisterschaften war irgendwie der Wendepunkt“, so der Hohenpeißenberger rückblickend. „Der war richtig gut, die 34 Punkte mein bis dahin bestes FIS-Ergebnis, der Titel eine schöne Zugabe.“ Es folgten noch ein paar Tüfteleien am Schuh, und die Saison fing an, richtig zu laufen. Bei den deutschen Jugendmeisterschaften im Slalom in Lenggries schied Schwarz zwar aus, dafür erfuhr er sich am nächsten Tag seine meisten FIS-Punkte überhaupt.

Bei den Heimrennen auf der Garmischer Kandahar ist Schwarz kaum noch zu bremsen

Bei den folgenden Heimrennen in Garmisch-Partenkirchen, bei denen die Rennen um die deutschen Jugendtitel in Riesenslalom und Super-G ausgefahren wurden, war er kaum noch zu bremsen. „Ich wusste, dass mir die Kandahar liegt. Aber ich war total überrascht, als beim ersten Super-G im Ziel die Eins aufleuchtete“, erinnert sich der Sportzöllner. Schwarz war mit Nummer 16 ins Rennen gegangen und hatte alle Läufer aus der ersten Gruppe hinter sich gelassen. „Als dann später noch der Schweizer kam und um zwei Hundertstelsekunden schneller war, war das echt egal.“ Der Deutsche Jugendtitel gehörte Schwarz und im zweiten Rennen des Tages holte er sich dann auch noch einen richtigen Rennsieg. „Da wusste ich ja, wie es geht“, scherzte er.

Auch der Stützpunktleiter nimmt Notiz von Schwarz‘ herausragenden Leistungen

Die Leistung des Hohenpeißenbergers wurde an diesem Tag nicht nur von der Konkurrenz registriert. Auch Stützpunktleiter Markus Anwander, selbst jahrelang als Trainer im Weltcup tätig, war beeindruckt: „Das war wirklich sensationell gut, was er da gezeigt hat.“ Im Riesenslalom tags darauf wollte Schwarz ebenfalls zeigen, dass er ganz nach vorn gehört. „Ich weiß, dass ich die Kandahar im Riesentorlauf echt im Griff hab’.“ Aber der erste Durchgang sei ihm dann doch nicht so geglückt wie erhofft, und er lag nur auf Rang 13. „Da die Piste aber nicht ganz so gut gehalten hat, wusste ich, dass im zweiten Lauf viel drin ist.“ Also gab der 19-Jährige richtig Gas und fuhr mit der zweitbesten Laufzeit im zweiten Durchgang noch auf Gesamtrang zwei vor und holte sich seinen nächsten Jugendmeistertitel ab – eine Topquote an FIS-Punkten gab es, wie schon zuvor beim Super-G, noch obendrauf. „Ja, das war echt gut. Jetzt fehlt nur noch das zweite gute Ergebnis im Riesentorlauf, damit der Punkteschnitt in der Liste passt“, sagte Schwarz mit Blick auf das Startnummernthema im Europacup.

Schwarz hofft eine Teilnahme an der Junioren-WM in Kanada

Die nächste Chance zur Punktreduktion im Riesentorlauf wartet diesen Samstag in Hochficht (Oberösterreich), am Sonntag folgt ein Slalom. Und dann tauchen da ja noch die Junioren-Weltmeisterschaften im kanadischen Panorama (3. bis 10. März) am Horizont auf. „Dort zu starten, wäre richtig cool“, gibt Schwarz zu. Die Entscheidung über die Nominierung fällt in den kommenden Tagen. KATHRIN EBENHOCH

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