Ski nordisch/Skispringen: Weltcup, Großschanze, Herren, Qualifikation: Andreas Wellinger aus Deutschland in Aktion.
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Andreas Wellinger springt im Weltcup bei den Skispringer-Herren

Skisprung und Nordische Kombination

Andreas Wellinger: Alle Infos zum deutschen Skispringer - seine Karriere und Erfolge

Seit 2011 startet Andreas Wellinger im Nationalkader. Sein bislang größter Erfolg war der Olympiasieg in Pyeongchang im Jahr 2018.

  • Andreas Wellinger ist ein deutscher Skispringer, der in Traunstein geboren wurde und zuerst in der Nordischen Kombination startete.
  • Auch Wellingers Eltern waren im Wintersport aktiv und konnten im Alpinen Skilauf Erfolge verzeichnen.
  • Bei den Olympischen Winterspielen 2018 gewann Andreas Wellinger die Goldmedaille bei den Wettkämpfen in Pyeongchang.

Andreas Wellinger wurde am 28. August 1995 in Weißbach an der Alpenstraße geboren. Der heutige Skispringer entstammt einem wintersportgeprägten Elternhaus: Sein Vater Hermann Wellinger nahm im Alpinski an Weltcup-Wettkämpfen teil und seine Mutter war als Skirennfahrerin sowie als Skisprungrichterin aktiv. Andreas Wellinger selbst begann schon als Kind beim SC Ruhpolding mit dem Skisprung. Im Alter von 12 Jahren wechselte er aber am Ski-Internat in Berchtesgaden zunächst zur Nordischen Kombination, bevor er sich mit 15 dazu entschied, Spezialspringer zu werden.

In der Nordischen Kombination konnte Wellinger erste Erfolge erlangen, so zum Beispiel im Jahr 2009, in dem er Zweiter der Gesamtwertung des Schülercups wurde. Auch sein Einstieg in das Skispringen gestaltete sich erfolgreich: Bei den Olympischen Jugend-Winterspielen im Jahr 2012 schaffte er es auf den vierten Rang im Einzelspringen. Im selben Jahr belegte er den fünften Platz bei den Deutschen Meisterschaften und holte sich mit der Mannschaft sogar den Titel. Damit war der Weg für eine Karriere im internationalen Wintersport für Wellinger geebnet.

Andreas Wellinger: erste Erfolge im Skisprung-Weltcup

Skispringer Andreas Wellinger startete in der Saison 2012/2013 zum ersten Mal im Weltcup und konnte dort direkt einen guten fünften Platz belegen. Gleich danach gelang ihm mit der Mannschaft der erste Weltcupsieg. Im Dezember 2012 belegte er erstmalig einen Podestplatz im Einzelspringen. Das darauf folgende Jahr hielt für Wellinger beim Sommer-Grand-Prix seinen ersten Einzelsieg bereit. Und das war noch nicht alles: Als erst dritter Deutscher Skispringer überhaupt konnte er den Gesamtsieg bei diesem Wettkampf für sich beanspruchen.

2014 startete Wellinger bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi, wo er mit der Mannschaft direkt Olympiasieger wurde. Dafür erhielt der junge Skispringer sogar die Auszeichnung des Silbernen Lorbeerblatts, die ihm vom Bundespräsidenten Joachim Gauck (81) überreicht wurde. Auch in den kommenden Jahren konnte Wellinger im internationalen Vergleich überzeugen und unter anderem zwei weitere Weltcupsiege erreichen. Beim Skifliegen im Jahr 2017 sprang er auf 245 m und schaffte damit einen neuen deutschen Rekord in dieser Disziplin.

Andreas Wellinger: Vierschanzentournee und schwere Verletzungen

In der Saison 2017/2018 ging Skispringer Andreas Wellinger als Weltcup-Zweiter bei der Vierschanzentournee an den Start.

Diese beendete er ebenfalls als Zweiter in der Gesamtwertung. Im Mixed-Team wurde der Wintersportler sogar Weltmeister, und auch bei den Olympischen Spielen 2018 war Wellinger mehrfach auf dem Podest zu sehen. Damit schnitt er als erfolgreichster Skispringer des gesamten Wettbewerbs ab. Dazu hält er mit einer Weite von 113,5 Metern den olympischen Weitenrekord. Andreas Wellinger hat bis zu diesem Zeitpunkt unter anderem diese Erfolge verzeichnen können:

  • 3 Weltcupsiege im Einzelspringen
  • 6 Weltcupsiege im Mannschaftsspringen
  • 4 Grand Prix Siege im Einzel
  • 2 Grand Prix Siege im Team
  • 1 Continental-Cup Sieg im Einzel

Die Saison 2019/2020 begann für Wellinger alles anderes als gut. Während seines Trainings verletzte er sich schwer am Knie und fiel für die gesamte Saison aus. Als er gerade davon genesen war, brach er sich das Schlüsselbein. Erst bei den Deutschen Meisterschaften 2020 feierte der Skispringer sein Comeback.

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