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Befreiende Aufholjagd: Vanessa Hinz kämpft sich in der Verfolgung von Rang 53 auf 26

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„Habe ein gutes Rennen gemacht“: Vanessa Hinz zeigte bei der Verfolgung eine starke Laufleistung und mehr Sicherheit beim Schießen.
„Habe ein gutes Rennen gemacht“: Vanessa Hinz zeigte bei der Verfolgung eine starke Laufleistung und mehr Sicherheit beim Schießen. © Sven Hoppe/dpa

Am Ende der Weltcup-Woche in ihrem Heimatort Ruhpolding war die Erleichterung groß bei Vanessa Hinz. Denn in der Verfolgung am Sonntagmittag zeigte die Biathletin vom SC Schliersee einen starken Auftritt und arbeitete sich bis auf Rang 26 nach vorn. Denn bisher gab es in den ersten beiden Weltcups des Jahres in Oberhof und Ruhpolding wenig Grund zur Freude.

Nachdem sich Hinz im Sprint als 60. gerade so für die Verfolgung qualifiziert hatte, musste sie in der Staffel am Freitag in die Strafrunde und brachte das DSV-Quartett um ein besseres Ergebnis als Platz vier. Weil in der Verfolgung sieben Starterinnen – darunter auch die Deutsche Denise Herrmann – auf einen Start verzichteten, ging Hinz als 53. ins Rennen. Mit drei fehlerfreien Schießeinheiten machte sie 27 Plätze gut.

Und so konnte die 29-Jährige im Zielbereich endlich wieder lachen. „Platz 26 schaut auf dem Papier nicht so gut aus, aber ich weiß für mich, dass ich ein gutes Rennen gemacht habe“, stellt Hinz fest. Schon in der ersten Runde habe sie gemerkt, dass es ganz gut läuft. Immer wieder wurden ihr die Zwischenzeiten zugerufen. Das gab ihr die Gewissheit, dass sie das Rennen gut angegangen ist.

Läuferisch konnte Hinz am Sonntagnachmittag wieder mit der Weltspitze mithalten, verlor auf die Laufschnellste Justine Braisaz-Bouchet (Frankreich) über die zehn Kilometer nur 22,6 Sekunden und war damit schneller unterwegs als die souveräne Siegerin und momentan stärkste Biathletin im Feld, Marte Olsbu Roeiseland aus Norwegen.

Und auch in ihrer zuletzt großen Wackeldisziplin, dem Schießen, lief es für Hinz gut. In den beiden Liegendeinlagen ließ sie keine Scheibe stehen und machte so einige Plätze gut. „Mit zweimal Null habe ich schon gemerkt, dass es richtig nach vorne geht“, sagt die Schlierseerin. Doch auf ihrer dritten Runde kamen ihr wieder Zweifel um den Stehendanschlag, der ihr in den vergangenen Wochen so große Probleme bereitet hatte. Und so folgten zwei Schießfehler im ersten Stehendanschlag, die Hinz noch während des Rennens analysierte. Statt ratlos über die Fehler durch die Strafrunde zu laufen, hatte sie neuen Mut für das letzte Schießen gefasst. „Das war mein Fehler. Die Sicherheit ist einfach noch nicht so da.“

Für die zweite Stehendeinlage lief Hinz am Schießstand auf die erste Bahn, wie sonst häufig im Training. Dort legte sie dann ein perfektes Schießen hin, lief bis auf Rang 26 nach vorn und zeigte so im Verfolgungsrennen die zwölftbeste Tageszeit.

Heute geht es zur Einkleidung für die Olympischen Spiele in Peking. Dann steht der abschließende Weltcup im italienischen Antholz auf dem Programm. Mit dem guten Rennen im Hinterkopf sagt Hinz: „Die Vorfreude auf Olympia wächst.“

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