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Benedikt Doll: Alle Infos zum deutschen Biathlet - seine Karriere und Erfolge 

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Biathlon: Weltcup, Sprint 10 km, Herren: Benedikt Doll aus Deutschland in Aktion
Der Deutsche Benedikt Doll beim Biathlon-Weltcup in Österreich © dpa/APA | Barbara Gindl

Benedikt Doll ist von Kindesbeinen auf im Biathlon aktiv. Das machte ihn unter anderem zum Deutschen Meister, Weltmeister und Olympioniken.

Benedikt Doll kam am 24. März 1990 auf die Welt und wuchs in Titisee-Neustadt auf. Sein Vater war erfolgreicher Berg- und Langstreckenläufer, seine Mutter eine Marathonläuferin. So zog es auch den jungen Doll früh zu zahlreichen Kinderlanglaufrennen. Im Alter von sieben Jahren entschloss er sich, zum Biathlon überzugehen.

Nach seinem mittleren Schulabschluss besuchte der junge Sportler das Skiinternat in Furtwangen und absolvierte gleichzeitig sein Abitur. Er wurde Sportsoldat und konnte sich voll und ganz auf seine sportliche Karriere konzentrieren. So lief er 2012 bereits seine erste vollständige Europameisterschaft bei den Männern und holte Ende der Saison erstmalig Weltcuppunkte.

Dank seiner ebenfalls guten Leistungen im Weltcup 2012/ 2013 durfte Doll als Schlussläufer in der Staffel starten und holte den zweiten Platz. Das Finale in Chanty-Mansijsk hingegen verlief weniger erfolgreich. Mit einer Platzierung auf dem 41. Rang im Sprint verfehlte er die Punkteplätze knapp. In der Verfolgung fiel er aufgrund von sechs Fehlschüssen sogar auf den 51. Platz zurück.

Benedikt Doll: seine Leistungen im Weltcup und sein WM-Sieg

Bisher sammelte der Biathlet beim Weltcup die folgenden Medaillen:

Doch als einer der größten Erfolge von Benedikt Doll gilt sein Weltmeistertitel 2017. In Hochfilzen absolvierte er den Sprint erstmals ohne Schussfehler und ging mit gerade einmal 0,7 Sekunden Vorsprung als Erster ins Ziel. Damit war ihm sowohl der Titel des Weltmeisters als auch sein erster Sieg in einem Einzelrennen im Biathlon Weltcup sicher. In der Verfolgung hingegen reichte es aufgrund von drei verfehlten Schüssen nur für den 11. Platz, im Einzel für den 19.

Im Massenstart unterliefen ihm zwei Fehler und so wurde er neunter. Mit einem vierten Platz in der Staffel verpasste er die Medaillenränge knapp. All das führte dazu, dass sich Doll in der Gesamtwertung mit dem 11. Rang zufrieden geben musste, was eine Verschlechterung zu den Vorjahren darstellte.

Benedikt Dolls Medaillenjagd bei Olympia

In der Saison 2017/ 2018 folgten die beiden nächsten großen Erfolge für Benedikt Doll. Los ging es mit den Deutschen Meisterschaften 2017, bei denen er sich in der Verfolgung die Bronze- und im Sprint sogar die Goldmedaille sicherte. Als frisch gebackener Deutscher Meister fuhr der Keuler, wie Doll in den Medien gern aufgrund seines Kampfgeistes genannt wird, 2018 zu Olympia nach Pyeongchang. Los ging es mit dem Sprint, in dem er den sechsten Platz erreichte. In der anschließenden Verfolgung schaffte es der Sportler sogar auf die Medaillenränge und wurde Dritter. Die nächste Olympische Bronzemedaille ließ nicht lang auf sich warten. Obwohl die deutsche Staffel drei Strafrunden fahren musste, zwei davon durch Doll verursacht, reichte es noch für den dritten Platz.

Doll, der im Biathlon für die SZ Breitnau an den Start geht, trat zudem beim Massenstart an und schaffte es dort auf Rang fünf. Somit fuhr er mit zwei olympischen Bronzemedaillen im Gepäck wieder in die Heimat.

Von Sophie Neumärker

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