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Biathlon-Rekordweltmeister Ole Einar Björndalen.

Vaterfreuden im Oktober

Biathlon: Björndalen setzt seine Karriere bis Olympia 2018 fort

Oslo - Biathlon-Rekordweltmeister Ole Einar Björndalen will seine Karriere bis zu den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang fortsetzen.

Das kündigte der 42-jährige Norweger am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz an und beendete damit alle Spekulationen um seinen Rücktritt. Ursprünglich wollte der achtmalige Olympiasieger nach der Heim-WM in Oslo im März am Saisonende seine Laufbahn beenden, entschied sich nun aber dagegen.

„Ich glaube, dass ich weiter an der Spitze dabei sein kann, und freue mich schon jetzt auf die neue Saison. Ich bin immer noch voll motiviert“, sagte Björndalen, der sich „wie ein 20-Jähriger fühlt“ und weiter an seine Stärken glaubt: „Ich denke, dass ich in meinem Sport noch etwas erreichen kann.“

Björndalen überraschte zudem mit der Ankündigung, dass er im Oktober zum ersten Mal Vater wird und mit Partnerin Darja Domratschewa das erste gemeinsame Kind erwartet. „Wir werden Eltern. Ich bin im Moment sehr glücklich“, sagte Björndalen, der erstmals überhaupt öffentlich über die Beziehung sprach. Seine weißrussische Freundin hatte im abgelaufenen Winter wegen Pfeifferschen Drüsenfiebers pausiert und wird nun auch in der kommenden Saison nicht in den Weltcup zurückkehren.

Der ewig junge Björndalen hatte am legendären Holmenkollen vor wenigen Wochen etwas überraschend seine WM-Medaillen 41 bis 44 gewonnen, darunter waren neben Gold mit der Staffel jeweils Silber in Sprint und Verfolgung sowie Bronze im Massenstart. Damit verbesserte der Volksheld aus Drammen seine ohnehin schon unerreichbaren Rekorde weiter und hat seit seiner WM-Premiere 1993 bereits 20 Goldmedaillen eingefahren. Zudem triumphierte er seit seinem Debüt vor 24 Jahren sechs Mal im Gesamtweltcup und holte 95 Weltcupsiege.

Erstmals stand Björndalens Rücktritt nach den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi im Raum. Nachdem der Ausnahmekönner in Russland jedoch zweimal Gold gewonnen hatte, entschied er sich erstmals dagegen. In Südkorea winkt Björndalen in knapp zwei Jahren seine siebte Olympia-Teilnahme.

sid

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