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Zwei von drei Olympiasiegern im Bundestag: Ex-Biathlet schlägt Maaßen – Enttäuschung bei Pechstein

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Von: Antonio José Riether

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Frank Ullrich von der SPD überraschte mit seinem Sieg gegen Hans-Georg Maaßen
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Frank Ullrich von der SPD überraschte mit seinem Sieg gegen Hans-Georg Maaßen . © ari/imago-images

Gleich drei Olympiasieger fanden sich in diesem Jahr unter den Kandidaten der Bundestagswahl. Ein ehemaliger Biathlet sorgte dabei für eine Überraschung.

Berlin - Auf den Wahlzetteln zur diesjährigen Bundestagswahl fand sich mancherorts der ein oder andere prominente Name. So waren dieses Jahr gleich drei ehemalige Olympiasieger in ihren Wahlkreisen aufgestellt, zwei von ihnen konnten am Sonntagabend jubeln. Eine ehemalige Wintersportlerin, die am Wochenende erstmals als Kandidatin aufgestellt war, musste sich hingegen einem bekannten Linken-Politiker geschlagen geben.

Wintersport: Zwei Olympiasieger treten bei der Bundestagswahl an – Ex-Biathlet schlägt CDU-Rechtsaußen Maaßen

Erstmals nahm der ehemalige Olympiasieger und Biathlon-Bundestrainer Frank Ullrich für die SPD an einer Bundestagswahl statt und setzte sich dabei sofort gegen seine Gegenkandidaten durch. Damit sicherte sich der 63-Jährige im Wahlkreis 196 in Südthüringen überraschend den Sieg vor CDU-Rechtsaußen Hans-Georg Maaßen. Der Goldmedaillen-Sieger von Lake Placid 1980 holte dabei 33,6 Prozent der Stimmen, der ehemalige Präsident des Verfassungsschutzes landete mit 22,3 Prozent deutlich hinter Ullrich. Dieser zog folglich per Direktmandat in den 20. Deutschen Bundestag ein.

Der Wahlabend von Claudia Pechstein verlief hingegen nicht wie geplant. Die erfolgreichste deutsche Winter-Olympionikin hatte in ihrem Berliner Wahlkreis 84 auch einen starken Gegenkandidaten vor sich. Die 49-jährige ehemalige Eisschnellläuferin musste sich in Treptow-Köpenick dem langjährigen Abgeordneten Gregor Gysi von den Linken deutlich geschlagen geben. Während die fünfmalige Olympiasiegerin nur 13,5 Prozent der Stimmen ergattern konnte, demonstrierte Gysi mit 35,4 Prozent seinen Anspruch. Auch über den sechsten Platz auf der Landesliste der CDU konnte die gebürtige Berlinerin Pechstein am Ende nicht in den Bundestag einziehen.

Olympiasieger in der Politik: Ex-Bahnradprofi Lehmann zum zweiten Mal in den Bundestag gewählt

Neben den beiden Wintersport-Persönlichkeiten nahm auch der ehemalige Bahnradprofi Jens Lehmann erneut für die CDU an der Bundestagswahl teil. Wie bei der vergangenen Wahl vor vier Jahren holte auch der 53-Jährige sich Direktmandat, nachdem er sich in seinem Leipziger Wahlkreis 152 durchsetzen konnte. Lehmann, der 1992 und 2000 in der Mannschaftsverfolgung Olympisches Gold gewann, lag letztlich mit 20,5 Prozent der Stimmen nur denkbar knapp vor seinem SPD-Gegenkandidaten Holger Mann (20,2 Prozent). Künftig sitzen also gleich zwei Olympiasieger im Deutschen Bundestag.

Dem vorläufigen amtlichen Endergebnis der Bundestagswahl zufolge ging die SPD mit 25,7 Prozent der Stimmen als Sieger hervor. Nur knapp dahinter landete die Union mit 24,1 Prozent, drittstärkste Partei waren Die Grünen mit 14,8 Prozent, gefolgt von der FDP (11,5), der AfD (10,3) und der Linken (4,9). (ajr)

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