Biathlon: Weltcup, Massenstart 12,5 km, Damen: Denise Herrmann aus Deutschland reagiert
+
Die deutsche Biathletin Denise Herrmann beim Weltcup 2020 in Österreich

Vom Skilanglauf zum Biathlon

Denise Herrmann: Alle Infos zur deutschen Biathletin - ihre Karriere und Erfolge

Denise Herrmann legte den Grundstein für ihre sportliche Karriere im Skilanglauf. Erst 2016 entschied sie sich, Biathletin zu werden.

  • Denise Herrmann stieg im Alter von zehn Jahren als Skilangläuferin in den Wintersport ein.
  • 2007 sperrte der Deutsche Skiverband sie für ein Jahr aufgrund eines positiven Clenbuterol-Tests.
  • Den Entschluss, fortan als Biathletin aktiv zu sein, verkündete die Sportlerin 2016.

Denise Herrmann ist eine deutsche Biathletin und kam am 20. Dezember 1988 in Schlema zur Welt. Ihre Karriere begann sie allerdings im Skilanglauf. Von Beginn an trainierte sie beim WSC Erzgebirge Oberwiesenthal und bestritt schon im Alter von acht Jahren ihre ersten Wettkämpfe. Einer ihrer wohl größten Erfolge in jungen Jahren war ihre Teilnahme beim Europäischen Olympischen Winter-Jugendfestival 2005. Im freien Stil über 7,5 km erreichte sie den ersten Platz. Nicht zu vergessen sind ihre Leistungen bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2007. Im Klassiksprint schaffte es die junge Skilangläuferin bis ins Finale und landete letztendlich auf dem dritten Rang.

Denise Herrmann lebt aktuell in Ruhpolding. Als Sportsoldatin der Bundeswehr-Sportfördergruppe in Frankenberg trainiert sie in der Chiemgau-Arena. Liiert ist die Biathletin mit Thomas Wick, der ebenfalls ehemaliger Skilangläufer ist. Auf Instagram gibt Herrmann zahlreiche Einblicke in ihren Trainingsalltag aber auch in ihr privates Leben. So zeigt sie sich unter anderem am heimischen Frühstückstisch oder bei sportlichen Ausflügen mit ihrem Partner.

Denise Herrmanns Sperre und ihre Rückkehr in den Sport

2007 musste Denise Herrmann einen Rückschlag einstecken. Die damals 18-jährige wurde aufgrund von Doping für ein Jahr vom Deutschen Skiverband gesperrt. Allerdings hatte Herrmann nicht vorsätzlich gehandelt, sondern aufgrund eines hartnäckigen Hustens einen entsprechenden Hustensaft eingenommen. Darin enthalten war der Wirkstoff Clenbuterol, der ebenfalls dazu eingesetzt werden kann, den Muskelaufbau zu beschleunigen. Daher bedeutete das einen Verstoß gegen die geltenden Dopingrichtlinien der WADA.

Der Disziplinarausschuss glaubte Herrmann, sie hätte davon nichts gewusst, zeigte aber keine Nachsicht und verhängte die Sperre nichtsdestotrotz. Der Deutsche Skiverband berief sich auf seine strikte Null-Toleranz-Politik bezüglich des Dopings.

Im Herbst 2008 kehrte die Sportlerin wieder zurück und qualifizierte sich für ihre erste Weltcupteilnahme. Dort landete sie auf Rang 37 von insgesamt 64. 2014 trat Denise Herrmann bei den Olympischen Spielen in Sotschi an und erreichte im Sprint den achten Platz. Im Teamsprint verfehlte sie gemeinsam mit Stefanie Böhler nur knapp die Medaillenplätze. In der Staffel hingegen konnte die spätere Biathletin Bronze gewinnen.

Denise Herrmanns sportliche Auszeichnung und ihr Wechsel zum Biathlon

Für ihre Leistungen bei den Olympischen Spielen zeichnete der damalige Bundespräsident Joachim Gauck Herrmann mit dem Silbernen Lorbeerblatt aus. Es schlossen sich zahlreiche weitere Erfolge an, darunter:

  • Platz neun im Gesamtweltcup 2014/ 2015
  • Platz 16 im Distanzweltcup 2014/ 2015
  • Platz acht bei der Tour de Ski 2015

Denise Herrmann verkündete im April 2016, dass sie schon zur bevorstehenden Saison in den Biathlon wechseln würde. Ihren ersten Sprint beim IBU-Cup gewann sie prompt, denn dank ihrer Laufstärke gelang es ihr, ihre Schießfehler auszugleichen. Während der Biathlon-Europameisterschaft 2017 verpasste Herrmann die Medaillenplätze um zehn Sekunden und musste sich mit einem fünften Platz geschlagen geben. Doch der nächste Sieg ließ nicht lange auf sich warten und folgte beim IBU-Cup 2017/ 2018. Ihre Leistung im Sprint brachte ihr eine Goldmedaille ein und im Verfolgungsrennen schaffte es die Biathletin auf den dritten Platz.

Wenig später durfte die Biathletin auch bei einer Weltmeisterschaft an den Start gehen. 2019 war es soweit und in Östersund landete Herrmann auf dem zweiten Platz. In der Verfolgung setzte sie dem Ganzen schließlich die Krone auf und wurde Weltmeisterin.

Von Sophie Neumärker

Auch interessant

Kommentare