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Weltmeister Alexander Loginow aus Russland wurde verhört. Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Biathlon-WM

Doping-Razzia: Weltmeister Loginov von Polizei verhört

Der russische Sprint-Weltmeister Alexander Loginov ist am Rande der Biathlon-Weltmeisterschaften in Antholz von der italienischen Polizei verhört worden.

Antholz - Neuer Wirbel um Alexander Loginov: Der russische Biathlet sieht sich mit Doping-Vorwürfen konfrontiert, eine Razzia fand statt.

Nach einem Bericht der russischen Staatsagentur Tass wurde das Hotelzimmer des 28 Jahre alten Biathleten durchsucht. Persönliche Dinge, unter anderem ein Telefon und ein Computer, seien beschlagnahmt worden. Auch bei Cheftrainer Alexander Kasperowitsch soll es eine Durchsuchung gegeben haben. 

Loginov war bereits zwei Jahre wegen EPO-Dopings gesperrt, seit November 2016 darf er wieder starten. In Antholz gewann er den WM-Sprint und feierte seinen ersten großen Erfolg. Loginov hatte zuletzt stets betont, sauber zu sein. Biathlon-WM 2020 in Antholz heute im Liveticker: Damen bestreiten Staffel, Razzia bei Loginov

Der Biathlon-Weltverband IBU kündigte an, die Untersuchungen der italienischen Behörden zu unterstützen. Solange die Untersuchung noch nicht abgeschlossen sei, werde man keinen weiteren Kommentar abgegeben, hieß es in einer Mitteilung.

Das russische Sportministerium forderte den russischen Biathlon-Verband (RBU) auf, alle Informationen zu dem Vorfall und zu den Umständen offenzulegen. Im Falle einer Anklage gelte für die Betroffenen die Unschuldsvermutung, teilte das Ministerium mit. Mitarbeiter der diplomatischen Vertretung Russlands in Italien seien vor Ort, um die Athleten zu unterstützen und die Berichte zu prüfen, twitterte die Botschaft in Rom. Man habe beim italienischen Außenministerium um Aufklärung gebeten.

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