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Laut Angaben der Staatsanwaltschaft wurden keine verbotenen Substanzen gefunden.

Nach Aussagen von Sportler und Trainer

„Operation Aderlass“ - Hausdurchsuchung bei deutschem Arzt

Im Zuge der internationalen Doping-Ermittlungen rings um die sogenannte „Operation Aderlass“ hat es eine Hausdurchsuchung bei einem weiteren deutschen Arzt gegeben.

Innsbruck - Wie die Staatsanwaltschaft Innsbruck am Samstag mitteilte, durchsuchten Strafverfolger das Haus des Mediziners in der Nähe der bayerischen Stadt Rosenheim und vernahmen ihn. Mit den Dopingvorwürfen in Zusammenhang stehende Substanzen seien bei der Durchsuchung nicht gefunden worden. Zuvor hatten die ARD und die „Süddeutsche Zeitung“ (Samstag-Ausgabe) darüber berichtet.

Während der Nordischen Ski-WM in Innsbruck und Seefeld hatten österreichische und deutsche Behörden Razzien durchgeführt, unter anderem auch bei einem deutschen Sportarzt in Erfurt. Er gilt als mutmaßlicher Drahtzieher eines vermuteten internationalen Netzwerkes und sitzt in München in Untersuchungshaft. Bisher sind in dem Blutdoping-Skandal Namen von 21 Sportlern aus acht Ländern und fünf Sportarten bekannt.

Hausdurchsuchung in Innsbruck: Grund waren Aussagen eines Sportlers und eines Trainers

Ausgangspunkt für die jüngste Hausdurchsuchung waren nach Angaben der Innsbrucker Staatsanwaltschaft die Aussagen eines beschuldigten österreichischen Sportlers und eines Trainers. Sie hätten angegeben, von dem Arzt das verbotene Blutdopingmittel EPO erhalten zu haben. Der als Beschuldigter geltende Arzt habe die Vorwürfe bestritten und befinde sich auf freiem Fuß. Bei ihm sichergestelltes Datenmaterial werde noch ausgewertet.

Bei einer Großrazzia im Juli wurden über 230 Personen festgenommen. 

Auch wenn der Radsport mit Doping immer wieder in Verbindung gebracht wird: Emanuel Buchmann mit klarem Statement zu illegalen Substanzen.

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