Biathlon: Weltcup, Massenstart 12,5 km, Damen: Dorothea Wierer aus Italien reagiert an der Ziellinie
+
Die italienische Biathletin Dorothea Wierer vor der Ziellinie beim Weltcup

Eine Biathletin an der Weltspitze

Dorothea Wierer: Alle Infos zur italienischen Biathletin - ihre Karriere und Erfolge

Die Italienerin Dorothea Wierer schaffte es als erste Biathletin ihrer Nation, eine Weltmeisterschaft und einen Gesamtweltcup in ihrer Disziplin zu gewinnen.

  • Dorothea Wierer stieg im Alter von zehn Jahren in den Biathlonsport ein und wurde 2006 in den italienischen Nationalkader aufgenommen.
  • Sie ist die erste Italienerin, die eine Weltmeisterschaft gewann und einen Gesamtweltcup für sich entscheiden konnte.
  • 2015 heiratete die Biathletin ihren Partner Stefano Corradini, Trainer des Trienter Langlaufkaders.

Die italienische Biathletin Dorothea Wierer erblickte am 3. April 1990 in Bruneck in Südtirol das Licht der Welt. Sie ist die erste Weltmeisterin ihrer Nation in dieser Disziplin. Ihr Weg dahin begann mit ihrem Eintritt in die Welt des Biathlon im Alter von zehn Jahren. Sie selbst berichtete davon, dass sie in ihren jungen Jahren, anders als andere Leistungssportler, nicht nur den Sport im Kopf hatte. Ihr Freundeskreis interessierte sich für andere Dinge und so ließ Wierer hin und wieder auch einmal ein Training ausfallen. Nichtsdestotrotz lief sie in den Rennen stets zu Höchstleistungen auf.

Dorothea Wierer wuchs im Antholzer Tal gemeinsam mit vier Geschwistern auf. Mittlerweile lebt sie gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Stefano Corradini in Castello-Molina. Im Mai 2015 gab die Biathletin dem Skilangläufer das Ja-Wort. Sechs Jahre zuvor lernten sich beide kennen und wurden 2012 ein Paar. Corradini arbeitet als Trainer des Trienter Langlaufkaders und hielt nach den Olympischen Spielen in Sotschi um die Hand seiner Partnerin an.

Dorothea Wierer bei den Jugendweltmeisterschaften und der Europameisterschaft

Wierers erste Teilnahme an einer Jugend-Weltmeisterschaft erfolgte 2007. Im Einzel und in der Staffel erreichte die Biathletin den zehnten Platz, in der Verfolgung Rang 14 und im Sprint Rang 16.

Bei der nächsten Jugend-WM 2008 konnte die Sportlerin diese Platzierungen toppen und holte den Sieg im Einzel. Doch zu Dorothea Wierers endgültigem Durchbruch kam es 2011. Bei den damals stattfindenden Junioren-Weltmeisterschaften in Tschechien holte sie gleich drei Goldmedaillen und zwar in der Verfolgung, im Sprint und im Einzel. Auch in der Staffel stand sie auf dem Treppchen und erhielt die Silbermedaille.

Die folgende Europameisterschaft beendete Wierer mit einmal Gold und zweimal Silber. Sie erhielt ihre erste Medaille im Seniorenbereich und wurde dank dieser Ergebnisse für die Biathlon-WM 2011 nominiert. Im Verfolgungsrennen erreichte sie ihre erste Top-Ten-Platzierung.

Die Biathletin kämpfte sich an die Weltspitze

Ihren Weg an die Weltspitze bahnte sich die Biathletin in der Saison 2014/ 2015. Insgesamt drei Podiumsplatzierungen brachten ihr den siebten Platz bei der Gesamtweltcupwertung ein. Ihr erster Sieg eines Weltcups folgte 2015 in Östersund im Einzel. Auch in Ruhpolding war Dorothea Wierer siegreich. Dies und ihr achter Platz bei der Biathlon-WM 2016 brachten ihr den Sieg des Einzelweltcups ein.

2019 sollte ein weiterer Meilenstein in der sportlichen Karriere der Zollbeamtin folgen: ihr erster WM-Sieg.

Dank ihrer guten Leistungen im Schießen gewann Wierer Gold beim Massenstart und holte ihren ersten großen Einzeltitel. Gleichzeitig war dieser WM-Sieg der erste einer italienischen Biathletin. Noch im gleichen Jahr entschied sie den Gesamtweltcup für sich, ebenfalls als erste Italienerin. Die Siegesreihe der Weltmeisterin brach auch in der Saison 2019/ 2020 nicht ab. Die Biathletin erzielte unter anderem folgende Ergebnisse:

  • Platz 1 beim Massenstartweltcup
  • Platz 1 beim Gesamtweltcup
  • Gold bei der Biathlon-WM im Einzel und der Verfolgung
  • Silber bei der Biathlon-WM in der Mixed-Staffel und im Massenstart

Auch beim Auftakt der Weltcupsaison 2020/ 2021 entschied Wierer das Einzelrennen für sich.

Von Sophie Neumärker

Auch interessant

Kommentare