1. Startseite
  2. Sport
  3. Wintersport

Dritter Sieg für Hauswald in Oslo

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Drei Rennen, drei Siege: Simone Hauswald hat sich beim vorletzten Biathlon-Weltcup des Olympia-Winters zur “Königin von Oslo“ aufgeschwungen. © dpa

Oslo - Simone Hauswald hat beim vorletzten Biathlon-Weltcup der Saison in Oslo im dritten Rennen ihren dritten Sieg gefeiert. Ein weiterer Erfolg in den letzten Atemzügen ihrer Laufbahn.

Drei Rennen, drei Siege: Simone Hauswald hat sich beim vorletzten Biathlon-Weltcup des Olympia-Winters zur “Königin von Oslo“ aufgeschwungen - und wurde mit einer Audienz bei Norwegens Monarch Harald V. belohnt. Nachdem die 30-Jährige am vergangenen Donnerstag im Anschluss an ihren Erfolg im Sprint ihren Rücktritt zum Saisonende angekündigt hatte, wirkt Hauswald wie befreit: Sie läuft und schießt in der Form ihres Lebens. “Die drei Rennen hier in Oslo waren wie von einem anderen Stern. Es hat alles gepasst und ich durfte zum König“, sagte Hauswald, die in der Gesamtweltcupwertung sogar Doppel-Olympiasiegerin Magdalena Neuner auf die Pelle rückt. Neuner belegte im Massenstart über 12,5 Kilometer am Sonntag hinter der Ukrainerin Vita Semerenko Platz drei.

Einen Aufwärtstrend gab es bei den Männern zu verzeichnen. Am Samstag stürmte Simon Schempp in der Verfolgung auf Platz zwei und feierte beim Sieg des Franzosen Martin Fourcade damit das beste Weltcup-Resultat seiner noch jungen Karriere. “Das war einfach geil. Ich bin sprachlos und super-happy“, sagte der 21-Jährige. Am Sonntag kam Andreas Birnbacher im Massenstart über 15 Kilometer als Vierter ins Ziel und schaffte beim Triumph des Russen Ivan Tscheresow damit sein Topresultat in dieser Saison. “Ich bin sehr zufrieden. Am Ende war ich einfach nur kaputt“, sagte der 28-Jährige. Die übrigen Deutschen hatten nach einem Fehlerfestival am Schießstand mit dem Ausgang des Rennens nicht zu tun.

"Gesamtweltcupsiegerin Hauswald - das hätte was"

“Gesamtweltcupsiegerin Simone Hauswald - das hätte was“, gestand Hauswald, die sich trotz des sportlichen Höhenflugs in ihrer Entscheidung, Skier und Gewehr nach dem letzten Saison-Weltcup am kommendem Wochenende im sibirischen Khanty-Mansiysk für immer in die Ecke zu stellen, bestätigt sieht. “Ich habe immer gesagt, man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist. Es wird im Moment immer schöner, deshalb ist die Entscheidung definitiv richtig“, sagte die doppelte Bronzemedaillen-Gewinnerin von Whistler.

Neuner als Dritte, Andrea Henkel als Vierte, Martina Beck auf Rang sieben und Kati Wilhelm auf Platz zehn unterstrichen noch einmal die Dominanz einer deutschen Erfolgs-Generation, die in einer Woche zum größten Teil abtreten wird. Im kommenden Winter wird die Last dann auf den Schultern von Neuner und Henkel liegen, während sich Hauswald, Wilhelm und Beck dem Privatleben widmen werden.

Doch bis es soweit ist, soll die Erfolgsserie auch in der kommenden Woche in Russland fortgesetzt werden. “Es ist schon erstaunlich, was die Mädels hier leisten. Nach Olympia hätte man eigentlich erwarten können, dass die Kurve etwas nach unten geht, doch das ist überhaupt nicht der Fall“, lobte Frauen-Bundestrainer Uwe Müssiggang.

In der Gesamtwertung hat nach wie vor Neuner die Nase vorn. Nach Platz sechs im Sprint und Rang acht in der Verfolgung kam die 23-Jährige im Massenstart trotz drei Schießfehlern aufs Podium und geht so mit einem beruhigenden Polster von 42 Punkten in die letzten zwei Einzelrennen in Khanty-Mansiysk. “Mir tut jeder Schritt weh. Ich bin froh, wenn die Saison vorbei ist“, gestand die Wallgauerin. dpa

Auch interessant

Kommentare