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Das deutsche Team um Adler Severin Freund verpassten das Podest klar.

Slowenien siegt vor Norwegen

DSV-Adler verpassen Podest klar

Planica - Die deutschen Skiflieger haben beim Abschluss-Teamspringen in Planica das Podest deutlich verpasst. Dennoch war das Ergebnis angesichts eines Wellinger-Sturzes beinahe Nebensache.

Die deutschen Skispringer haben im letzten Team-Fliegen des Winters das erhoffte Podest klar verpasst. Beim Heimsieg der überragenden Slowenen landeten Severin Freund (Rastbüchl), Richard Freitag (Aue), Michael Neumayer (Berchtesgaden) und der in der Probe heftig gestürzte Andreas Wellinger (Ruhpolding) mit 1501,6 Punkten nur auf dem sechsten Platz. Hinter Slowenien (1561,8) kamen in Planica Norwegen (1551,1) und Österreich (1546,7) auf das Podium.

Für die DSV-Adler war das Ergebnis nach Wellingers Sturz am Morgen beinahe Nebensache. Der 17-Jährige war auf der zweitgrößten Schanze der Welt in der Luft aus dem Gleichgewicht geraten, auf den Boden gestürzt und etwa 100 Meter bis in den Zielraum gerutscht. „Ich habe kurz das Schlimmste befürchtet“, sagte Bundestrainer Werner Schuster: „Er hat danach eine sensationelle Reaktion gezeigt und ist toll gesprungen. Das war ein Meilenstein in seiner Entwicklung.“

Zur Halbzeit lag das DSV-Team, das 2012 bei der Skiflug-WM in Vikersund Silber gewonnen hatte, sogar nur auf dem siebten Rang. An den Gastgebern führte vor 20.000 begeisterten Zuschauern aber kein Weg vorbei: Skiflug-Weltmeister Robert Kranjec, Peter Prevc, Jurij Tepes und Andraz Pograjc sorgten für den ersten Heimsieg eines slowenischen Teams in der bisherigen Weltcup-Geschichte von Planica.

Am Sonntag (10.00/ARD und Eurosport) steht im „Tal der Schanzen“ der letzte Wettbewerb der Saison auf dem Programm. Severin Freund kann dabei als erster DSV-Adler seit Sven Hannawald in der Saison 2002/03 noch einen Platz unter den besten Drei des Gesamtweltcups erobern, muss dafür aber 27 Punkte Rückstand auf den polnischen Weltmeister Kamil Stoch aufholen.

SID

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