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Selbst Wind und Regen können die deutschen Kombinierer nicht aufhalten.

Wasserschlacht im Schwarzwald

DSV-Kombinierer in Schonach vorne

Schonach - Im Starkregen von Schonach haben sich die deutschen Kombinierer den Sieg im Teamwettbewerb bei ihrem Heim-Weltcup geholt.

Nach der Führung im Springen waren Eric Frenzel, Tino Edelmann, Björn Kircheisen und Schlussläufer Johannes Rydzek auch im 4x5-Kilometer-Lauf nicht aufzuhalten. Das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) setzte sich am Samstag bei starkem Regen und heftigem Wind mit einem Vorsprung von 3,9 Sekunden vor Norwegen durch. Die Franzosen um ihren Star Jason Lamy Chappuis wurden im Schwarzwald mit einem Rückstand von 12 Sekunden Dritte.

„Wir sind über den Sieg glücklich. Wir konnten endlich mal wieder die Norweger schlagen“, resümierte Bundestrainer Hermann Weinbuch. Die Skandinavier hatten das DSV-Team zuletzt dreimal nacheinander in einer Team-Entscheidung bezwungen. „Alle vier waren taktisch wirklich gut“, lobte Weinbuch seine Athleten nach der Staffel. „Sie haben aber auch im Springen zulegen können.“

Ohne den wegen eines Infekts fehlenden Weltcup-Führenden Fabian Rießle, der am Sonntag wieder ins Geschehen eingreifen soll, lieferten die vier DSV-Männer am Mittag eine starke Vorstellung von der Schanze. 445,6 Punkte bedeuteten einen hauchdünnen Vorsprung von einer Sekunde auf die Franzosen vor der Staffel.

Frenzel musste als erster DSV-Läufer in die Loipe und begann stark. „Mit meiner persönlichen Performance bin ich sehr zufrieden, ich habe mir das Rennen gut eingeteilt. Ich konnte am Ende beim Schlussanstieg sogar noch mal pushen“, sagte der Oberwiesenthaler, der die Witterungsbedingungen als „ziemlich grenzwertig“ bezeichnete. Mit mehr als 20 Sekunden Vorsprung auf den ersten Verfolger übergab Frenzel an Edelmann, der schließlich rund zehn Sekunden auf die Franzosen einbüßte. „Das war ein reiner Kampf gegen die Uhr“, erklärte der Kombinierer aus Zella-Mehlis.

Kircheisen hielt den Abstand dann immerhin konstant. „Ich bin ganz gut rumgekommen, am Ende haben aber ein bisschen die Körner gefehlt“, räumte der Routinier aus Johanngeorgenstadt ein, der auch noch an den Nachwehen eines Infekts leidet. Rydzek machte den Sieg schließlich perfekt und war nur noch erleichtert. „Meine Kollegen haben mir viel mit auf den Weg gegeben“, lobte der 23-Jährige seine Teamkameraden. „Ich habe nur noch versucht, alles zu geben.“

dpa

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