Pyeongchang, Olympia, Ski alpin, Riesenslalom, Damen, 2. Durchgang im Yongpyong Alpin-Zentrum. Federica Brignone aus Italien jubelt
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Im Jahr 2018 startete Skirennläuferin Federica Brignone bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang, wo sie im Riesenslalom als Dritte auf dem Podest stand

Skistar aus Italien

Federica Brignone: Alle Infos zur italienischen Skirennläuferin - ihre Karriere und Erfolge

Zu den bisherigen Auszeichnungen Federica Brignones gehören ein Weltcupsieg, eine WM-Silbermedaille und eine olympische Drittplatzierung.

Federica Brignone, auch „Fede“ genannt, wurde am 14. Juli 1990 in Mailand geboren. Ihre Mutter ist die ehemalige international bekannte Skirennläuferin Maria Rosa Quario. Bereits mit sechs Jahren zog Brignone mit ihrer Familie nach La Salle, das im Aostatal liegt. Dort wurde sie schnell Mitglied im örtlichen Skiverein. Im Jahr 2005 startete sie bei ihrem ersten Rennen und nahm im darauf folgenden Jahr bereits an Wettkämpfen im Europacup teil. Zunächst begann Brignones Karriere eher mittelmäßig.

Von einigen guten Platzierungen bei Junioren- und Schülerwettbewerben abgesehen, konnte die aufstrebende Wintersportlerin keine nennenswerten Erfolge erreichen. Auch bei ihrem ersten Weltcup-Einsatz im Jahr 2007 sah es nicht anders aus: Brignone schied direkt im ersten Lauf aus. In der Saison 2008/2009 kam dann aber der ersehnte Durchbruch auf internationaler Bühne. So wurde die Skirennläuferin in Garmisch-Partenkirchen Junioren-Weltmeisterin und belegte bei den italienischen Meisterschaften Rang Zwei im Super G. In der kommenden Saison holte sie zudem im Riesenslalom ihre ersten Weltcuppunkte und war von da an regelmäßig in namhaften Wettbewerben zu sehen.

Federica Brignone: Erfolge im Weltcup und bei Weltmeisterschaften

Skirennläuferin Federica Brignone startete 2010 bei der Junioren-Weltmeisterschaft und holte dort im Riesenslalom zusammen mit der zeitgleich ins Ziel fahrenden Lena Dürr die Silbermedaille. Ihre erste Teilnahme bei Olympia im selben Jahr schaffte Brignone es auf Rang 18 in derselben Disziplin. 2011 folgte die Teilnahme an der Alpinen Skiweltmeisterschaft, wo die Italienerin den zweiten Rang belegte. Aus gesundheitlichen Gründen pausierte sie gesamte Saison 2012/2013 und stieg erst in der nächsten Wintersportsaison wieder ein – und das gleich mit mehreren guten Platzierungen sowohl im Slalom als auch im Super G.

Der erste Weltcupsieg im Riesenslalom wartete 2015 auf die italienische Athletin; kurz darauf folgte der Titel auch im Super-G. Die folgende Saison war der endgültige Durchbruch für Brignone, denn sie schaffte es 13 Mal unter die Top 10 und konnte mehrere Wettkämpfe für sich entscheiden. 2017/2018 belegte die Wintersportlerin bei fast jedem Weltcup-Rennen einen Platz unter den besten Zehn und schaffte es erneut, aus mehreren Wettkämpfen als Siegerin hervorzugehen, unter anderem auch in der Kombination.

Federica Brignone: Olympische Winterspiele und Weltcup-Gesamtsieg

Im Jahr 2018 startete Skirennläuferin Federica Brignone bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang, wo sie im Riesenslalom als Dritte auf dem Podest stand. Im selben Jahr holte sie sich mit zwei Mannschaftskolleginnen den ersten italienischen Dreifach-Sieg im Abfahrtsrennen von Bad Kleinkirchheim. Auch in der Alpinen Kombination konnte Brignone überzeugen und sich den Sieg sichern. Die Saison 2019/2010 begann ebenfalls sehr erfolgreich mit fünf Siegen sowohl im Slalom als auch im Super G und Kombination. Brignone konnte im Verlauf ihrer bisherigen Karriere unter anderem die folgenden Erfolge verzeichnen:

  • 15 Einzel-Weltcupsiege
  • 16 Zweitplatzierungen im Weltcup
  • 13 Drittplatzierungen im Weltcup
  • 1 x Olympisches Gold
  • 2 x Olympisches Silber
  • 1 x Olympische Bronze

In der Weltcupwertung belegte Brignone in der Saison 2019/2020 den zweiten Rang und hegte berechtigte Hoffnung auf einen erfolgreichen Saisonabschluss. Durch das Ausscheiden ihrer Konkurrentin und Weltcupführenden Mikaela Shiffrin gelang es Federica Brignone, den Weltcup in der Saison für sich zu entscheiden und somit erste italienische Gesamtweltcupsiegerin zu werden.

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