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Langläiúfer Tobias Angerer bei einem früheren Wettkampf: Zum Saisonauftakt 2009/2010 ief es alles andere als gut.

Fehlstart der Ski-Langläufer: Keine Top-20-Plätze

Beitostölen/Leipzig - Böser Ausrutscher der deutschen Skilangläufer: Beim Weltcup-Auftakt im norwegischen Beitostölen gab es eines der schlechtesten Ergebnisse der jüngeren Geschichte.

Nicht ein einziger DSV-Athlet schaffte einen Platz unter den besten 20. Der junge Tim Tscharnke aus Biberau war bei den Männern als 21. stärkster Läufer, bei den Frauen war bezeichnenderweise Klassik-Spezialistin Katrin Zeller als 26. am Auffälligsten.

Die Siege blieben in Norwegen: Ronny Andre Hafsaas gewann fast sensationell bei seinem erst zweiten Weltcup-Start, Marit Björgen unterstrich ihre Frühform mit einem überlegenen Erfolg. “Es war von vornherein klar, dass es nicht so besonders erfolgreich werden würde“, sagte Bundestrainer Jochen Behle, der auf die fehlende Wettkampfhärte verwies.

In der Vorbereitung hatte das Trainer-Team bewusst auf Vergleichswettkämpfe verzichtet. “Wir wollten in Muonio ein ordentliches Trainingslager durchziehen, denn der Saisonhöhepunkt ist im Februar. Also war klar, dass wir ein hartes Wettkampftempo nicht unbedingt mitgehen können“, betonte Behle. Hinzu sei in Beitostölen die schnelle, teilweise eisige Spur gekommen, womit sich die Spitzenleute schwergetan hätten.

Das unterstrich auch Tobias Angerer, der sehr zuversichtlich in das Rennen gegangen war. “Mir fehlte einfach die Härte. Das erste Rennen ist immer ungewiss. Als ich mit dem Russen Legkow mitgehen konnte, wurde ich auch richtig schnell. Insofern bin ich gar nicht so unzufrieden. Platz 24 ist aber nicht das, was ich mir vorstelle“, meinte der Vachendorfer. Selbstkritisch war der auf Platz 29 gelandete Oberwiesenthaler René Sommerfeldt. “Ich habe am Anfang überpacet. Auf dem glatten Untergrund hatte ich zudem Probleme, mich richtig abzudrücken. Insgesamt war es nicht so doll“, sagte der Routinier, der seine letzte Saison bestreitet.

“Ich bin schon etwas überrascht, da meine Vorbereitung nicht gut verlief. Ich denke, uns fehlt noch Wettkampfhärte, die wir uns in den nächsten Rennen holen. Dann sind wir auch wieder weiter vorn“, sagte auch Katrin Zeller, die überraschend beste DSV-Läuferin war. Die Oberstdorferin hatte gesundheitliche Probleme und war mit erheblichem Trainingsrückstand in die Saison gegangen. “Da haben sich die Verhältnisse doch verschoben.

Normalerweise hatte ich Steffi Böhler, vor allem aber Evi Sachenbacher-Stehle viel weiter vorn erwartet. Evi hatte aber mit dem Stock Probleme, das macht sich in der Zeit doppelt bemerkbar. Wenn ich die Rückstände zu Platz zehn sehe, ist alles eng beieinander. Wir wollen aber noch weiter nach vorn und da sind zwei Minuten zu Siegerin Marit Björgen unheimlich viel“, sagte Behle.

dpa

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