Markus Eisenbichler springt von der Großschanze in Garmisch-Partenkirchen.
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Markus Eisenbichler springt von der Großschanze in Garmisch-Partenkirchen.

149 Meter hohe Schanze in Bayern

Große Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen: Ort für das Neujahrsspringen der Vierschanzentournee

  • Peter Strigl
    vonPeter Strigl
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Garmisch-Partenkirchen ist Austragungsort des legendären Neujahrsspringens bei der Vierschanzentournee. Hier gibt es alle Infos zur Großen Olympiaschanze.

  • Bei der Vierschanzentournee findet das Neujahrsspringen traditionell in Garmisch-Partenkirchen statt.
  • Die besten Skispringer der Welt stürzen sich von der 149 Meter hohen Großen Olympiaschanze in die Tiefe.
  • Alle Fakten über die legendäre Skisprungschanze in Garmisch.

Garmisch-Partenkirchen - Die Vierschanzentournee ist das Herzstück der Weltcup-Saison. Um den Jahreswechsel befährt die Welt-Elite des Skispringens jeweils zwei Schanzen in Deutschland und Österreich. Die Serie zählt zwar mit zum Weltcup, besitzt aber auch eine eigene Wertung. Ein Sieg bei der Vierschanzentournee zählt zu den prestigeträchtigsten Erfolgen im Skisport.

Den zweiten Wettkampf der Vierschanzentournee absolvieren die Athleten traditionell am Neujahrstag auf der Großen Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen. Früher war die Skisprungschanze auch schon Startpunkt der legendären Tournee, der Tag war allerdings immer derselbe. Seit 1971/72 ist der Ablauf unverändert.

Vierschanzentournee in Garmisch: Rekorde auf der Großen Olympiaschanze

Das 149 Meter hohe Ungetüm ermöglicht den besten Sportlern Sprünge von über 140 Metern. Am Ende des 103,5 Meter langen Anlaufs sind die Springer über 94 km/h schnell. Den offiziellen Rekord bei einem Wettkampf teilen sich der Schweizer Simon Ammann und der Norweger Marius Lindvik mit je 143,5 Metern. Dessen Landsmann Anders Jacobsen erreichte abseits davon aber schon eine Weite von 145 Metern auf der Großen Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen.

Doch auch ohne Skier wagte ein Mann sich bereits an den Sprung: Im Jahr 1999 stürzte sich der Oberbayer Toni Roßberger bei „Wetten, dass?“ mit seiner Motocross-Maschine die Schanze hinab und stellte dabei mit 80 Metern einen Rekord für Motorradfahrer auf.

Große Olympiaschanze: Neujahrsspringen, Name und Geschichte

Wie auch die anderen Schanzen in Oberstorf, Innsbruck und Bischofshofen ist die Große Olympiaschanze von Beginn an (im Jahr 1953) Teil der Vierschanzentournee. Dennoch ist die Schanze eigentlich nicht mehr dieselbe. Wie viele andere „Bakken“ (das norwegische Wort für Skisprungschanze) wurde die Große Olympiaschanze im Laufe der Jahre vielfach umgebaut.

Schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts gibt es in Garmisch-Partenkirchen Skisprungschanzen. Das erste Neujahrsspringen wurde 1921 ausgetragen. Die eigentliche „Große Olympiaschanze“ wurde von den Nationalsozialisten für die Winterspiele 1936 errichtet. Nach mehreren Umbauten wurde sie schließlich 2007 abgerissen und ein neues Konstrukt mit einer Turmhöhe von 60 Metern an ihre Stelle gesetzt. Der Name blieb allerdings der gleiche.

Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen: Keine Fans wegen Corona

Auch Anfang 2021 ist die Große Olympiaschanze Teil des Weltcups und der Vierschanzentournee. Wie gewohnt ist der 1. Januar der Tag des Kräftemessens in Oberbayern. Allerdings müssen die Skispringer dabei auf die Unterstützung der Fans verzichten: Aufgrund der Corona-Pandemie sind bei dieser Ausgabe keine Zuschauer erlaubt.

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