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Natalie Geisenberger.

Rodeln

Siege für Geisenberger und Wendl/Arlt

Königssee - Einen Monat vor Olympia haben die deutschen Rodler den ersten Tag des Weltcups am Königsee fast nach Belieben dominiert. Natalie Geisenberger sowie die Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt fuhren zum Sieg.

Die deutschen Rodel-Asse um Weltmeisterin Natalie Geisenberger bleiben auch im Endspurt auf Olympia eine Klasse für sich. Einen Monat vor den Winterspielen im russischen Sotschi waren die 25-Jährige sowie die Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt am Samstag auch beim Heim-Weltcup am Königssee nicht zu schlagen und untermauerten ihre momentane Ausnahmestellung. In guter Form präsentierten sich auch Olympiasiegerin Tatjana Hüfner sowie Toni Eggert und Sascha Benecken mit jeweils zweiten Plätzen.

Dank eines fulminanten zweiten Laufs sicherte sich Geisenberger doch noch den sechsten Sieg im sechsten Rennen - und das auf ihrer Heimbahn. Den ersten Durchgang hatte die Miesbacherin zuvor total verpatzt und stand danach konsterniert an der Eisrinne. Doch die 25-Jährige riss sich zusammen und fuhr mit Bahnrekord doch noch zu ihrem 22. Weltcup-Sieg. „Ich wollte hier auf meiner Bahn, vor meinen Leuten unbedingt gewinnen. Dass es für mich aber noch gereicht hat, ist eine kleine Sensation“, sagte Geisenberger, die damit den erneuten Sieg im Gesamt-Weltcup bereits dicht vor Augen hat.

Geisenberger profitierte aber auch davon, dass sich auch Hüfner auf der rasanten Bahn ungewohnte Fahrfehler leistete. „Wenn man nach Bestzeit im ersten Lauf Zweite wird, freut man sich natürlich nicht. Was mich aber am meisten ärgert, sind die Fehler, die ich gemacht habe“, sagte die 30-Jährige, die nach ihren Rückenproblemen trotzdem immer optimistischer Richtung Sotschi blicken darf. „Der Speed ist wieder da. Ich kann wieder ganz vorne mitrodeln.“

Hinter den beiden Deutschen landete die Kanadierin Alex Gough auf dem dritten Platz. Zukunftshoffnung Dajana Eitberger wurde starke Vierte, die gesundheitlich angeschlagene Olympia-Starterin Anke Wischnewski kam auf den siebten Rang.

Wie die beiden deutschen Top-Frauen Geisenberger und Hüfner blieben auch die Doppelsitzer-Weltmeister Wendl/Arlt in ihrem ersten Lauf nicht ohne Fehler. Doch der Bayern-Express ließ sich von der alles andere als optimalen Fahrt nicht beeindrucken - und legte Bahnrekord hin. Kopfschüttelnd saß Hintermann Arlt auf dem Schlitten und konnte den Spitzenplatz kaum fassen. „Ich habe gedacht, dass wir eine schlechte Zeit haben.“

Im zweiten Durchgang machte das Duo es dann besser und fuhr überlegen seinen fünften Sieg im sechsten Saisonrennen ein. „Wir waren nach dem ersten Lauf schon ganz schön angefressen“, sagte Wendl. Hinter dem Weltmeistern stellten die WM-Zweiten Toni Eggert und Sascha Benecken den erneuten deutschen Doppelerfolg sicher. Dritte wurden die Kanadier Tristan Walker und Justin Snith.

dpa

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