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Severin Freund.

Schlierenzauer feiert 53. Weltcupsieg

Vom Winde verweht: Freund noch Sechster

Lillehammer  - Die deutschen Skispringer hatten beim Weltcup in Lillehammer keine Chance. Nur Severin Freund und Marinus Kraus waren den äußerst schwierigen Windbedingen gewachsen.

Severin Freund winkte trotz einer tollen Aufholjagd bis auf Platz sechs entnervt ab, Gregor Schlierenzauer strahlte nach dem 53. Weltcupsieg seiner Karriere über das ganze Gesicht.

Bei der fast irregulären Windlotterie von Lillehammer zog Österreichs Ausnahmespringer am Samstag das große Los und stand erstmals seit seinem Erfolg vor einem Jahr an gleicher Stätte wieder ganz oben auf dem Podest. Zweiter wurde der Norweger Anders Fannemel, dahinter landete der Österreicher Michael Hayböck.

Die deutschen Ski-Adler wurden dagegen ordentlich gerupft. Neben Skiflug-Weltmeister Freund, der sich mit 128,5 Metern im Finale noch um zwölf Plätze verbesserte, schaffte es nur noch Marinus Kraus ins Finale. Der Team-Olympiasieger belegte mit 131 und 128 Metern Rang 14. „Ich hätte nicht gedacht, dass Severin noch so weit nach vorne kommt. Er hat extremen Rückenwind gehabt. Ich sehe ihn in einer guten Verfassung. Er kann jederzeit aufs Podium springen“, sagte Bundestrainer Werner Schuster. „Insgesamt haben wir aber zu viele Fehler gemacht.“

Führung in der Gesamtwertung behauptete Simon Ammann

Schlierenzauer verwies mit 127,5 und 138,5 Metern den Norweger Anders Fannemel um 2,9 Punkte auf Rang zwei. „Nach einem Jahr wieder ganz oben zu stehen, ist großartig. Darüber bin ich sehr glücklich. Es war heute sehr schwer zu springen“, sagte Schlierenzauer.

Die Führung in der Gesamtwertung behauptete Altmeister Simon Ammann mit 236 Punkten, obwohl der viermalige Olympiasieger aus der Schweiz als 35. das Finale verpasste und leer ausging. Freund ist als bester Deutscher mit 151 Zählern Siebter.

Der ständig wechselnde Wind, der teilweise heftig von hinten wehte, machte allen Springern und der Jury das Leben schwer. Im fast 90 Minuten dauernden ersten Durchgang musste der Wettbewerb ständig unterbrochen und die Anlauflänge verändert werden, um die Sicherheit der Athleten nicht zu gefährden. „Das war heute eine erhöhte Rechnerei. Aber die Jury hat nichts falschgemacht. Sie hat permanent reagiert und den Balken variiert“, sagte Skisprung-Sportchef Horst Hüttel.

Die übrigen DSV-Springer waren diesen Herausforderungen nicht gewachsen. Markus Eisenbichler (40.), Michael Neumayer (43.), Andreas Wank (45.) und Richard Freitag (46.) schieden allesamt aus. „Im ersten Durchgang wurde natürlich massiv in das Geschehen eingegriffen. Aber wir sind auch nicht gut genug gesprungen“, analysierte Schuster das enttäuschende Ergebnis.

dpa

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