Hackl stellt mit 33. Sieg "Weltrekord" ein

- Igls/Frankfurt/Main - Georg Hackl bleibt voll in Fahrt: Der dreimalige Rodel-Olympiasieger aus Berchtesgaden gewann den Weltcup in Igls und stellte mit 33 Siegen den "Weltrekord" des Österreichers Markus Prock ein.

<P>"Ich zähle nicht selbst. Unterm Strich ist es auch wurscht", meinte Hackl. "Es ist aber schön, wenn man durch Erfolge beweisen kann, dass man zu den Besten gehört." Eine Woche nach seinem ersten Saisonsieg verwies der 37-Jährige dank eines exzellenten zweiten Laufs den vorzeitigen Weltcup-Gesamtsieger Armin Zöggeler aus Italien um 41/1000 Sekunden auf den zweiten Rang. Drei Wochen vor der Weltmeisterschaft in Nagano unterstrich zudem Vize-Europameister David Möller aus Oberhof als Dritter seine Top-Form.</P><P>In der Gesamtwertung liegt Zöggeler vor dem Finale auf Hackls Hausbahn am Königssee mit 586 Punkten uneinholbar vor dem Bayern (475), der sich an Möller (471) vorbei auf den zweiten Rang schob. Der Olympiasieger und viermalige Weltmeister Zöggeler fuhr zum vierten Mal den Gesamttitel ein. Das starke Auftreten der deutschen Rodler machte Denis Geppert (Oberwiesenthal) als Sechster an seinem 28. Geburtstag perfekt. "Wir sind überwältigt von diesen Leistungen", meinte Bundestrainer Thomas Schwab. Pech hatte Denis Bertz (Oberwiesenthal), der bei seinem Weltcup-Debüt auf der schnellen Bahn stürzte.</P><P>Im Ziel wartete bereits Hackls ehemaliger Konkurrent Prock ("Es ist sehr wichtig, dass Schorsch noch fährt"), um zu gratulieren. "Natürlich ist es eine schöne Sache. Jeder Sieg und jede Medaille ist schön", gab der neue "Weltrekord"-Mitinhaber zu. Das packende Kopf-an-Kopf-Rennen mit Weltcup-Gewinner Zöggeler hatte sich bereits im ersten Durchgang abgezeichnet. Da hatte der Italiener mit 67/1000 Sekunden noch die Nase vorn gehabt.</P><P>In Igls hatte der Rodel-"Oldie" die Konkurrenz bereits bei der WM 1997 mit seinem dritten und bislang letzten Titel sowie in den beiden vergangenen Jahren alt aussehen lassen. "Rodeln ist mein Leben. Ich habe dermaßen Spaß daran", sagte der sichtlich gelöste "Turbo-Schorsch", der in der ersten Saisonhälfte noch mächtig Sand im Getriebe hatte.</P><P>"So lange es bei mir gut läuft, werde ich weitermachen. Mein Ziel ist es, bis Olympia 2006 gesundheitlich durchzuhalten", sagte Hackl vorausblickend. Nächster Höhepunkt ist die WM in Nagano, wo er 1998 seinen dritten Olympiasieg geholt hatte. "Die Bahn in Nagano liegt mir. Aber wir haben dort auch schon oft genug den Arsch vollgekriegt", wies er die Favoritenrolle zurück.</P><BR>

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