Alles anders: Der Deutsche Josef Ferstl 2019 auf der Streif. Zuschauer sind 2021 nicht erlaubt - fällt das Hahnenkamm-Rennen sogar komplett aus?
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Alles anders: Der Deutsche Josef Ferstl 2019 auf der Streif. Zuschauer sind 2021 nicht erlaubt - fällt das Hahnenkamm-Rennen sogar komplett aus? Nun gibt es eine Entscheidung.

Österreicher legen sich fest

Hahnenkamm-Rennen: Ski-Highlight des Winters plötzlich vor Absage? Entscheidung gefallen

  • Alexander Kaindl
    VonAlexander Kaindl
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Der Ski-Zirkus muss im Jahr 2021 Flexibilität beweisen. Absagen und Standort-Wechsel sind an der Tagesordnung - ist jetzt auch das Hahnenkamm-Rennen betroffen?

Update vom 18. Januar, 10.15 Uhr: Alles klar in Kitzbühel! Die für kommenden Freitag bis Sonntag geplanten alpinen Skirennen der Herren (hier im Live-Ticker) können stattfinden. Das teilte der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter am Sonntag mit.

Die Durchführung der Klassiker hatte wegen der jüngst aufgetretenen Verdachtsfälle auf die britische Coronavirus-Mutation im nahen Jochberg auf der Kippe gestanden. Mit PCR-Tests im gesamten Bezirk Kitzbühel verschafften sich die Behörden daraufhin einen Überblick über das Infektionsgeschehen. „Aufgrund aller Vorsichtsmaßnahmen der Behörden, des Bevölkerungstests und seiner Ergebnisse, des hervorragenden Sicherheitskonzepts des Veranstalters und des Umstands, dass keine Zuschauer zugelassen sind, ist es mit gutem Gewissen vertretbar, dass die Hahnenkamm-Rennen kommendes Wochenende stattfinden“, sagte Platter.

Auf der legendären Streif stehen am Freitag und Samstag zwei Abfahrten an - die erste als Ersatz für das coronabedingt abgesagte Rennen im schweizerischen Wengen. Am Sonntag folgt noch ein Super-G.

Hahnenkamm-Rennen 2021 vor Absage? Ski-Highlight wackelt plötzlich

Erstmeldung vom 15. Januar, 12.22 Uhr: Kitzbühel - Es ist der Höhepunkt der alpinen Ski-Saison: das Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel. Aber ist das auch im Corona-Jahr 2021 so? Eigentlich soll der legendäre Weltcup mit zwei Abfahrten und einem Super G am kommenden Wochenende (22. bis 24. Januar) ausgetragen werden. Aktuell zittern die Veranstalter aber - macht Corona dem Ski-Highlight einen Strich durch die Rechnung?

Das erste Event wurde nun nämlich schon verlegt. Ursprünglich sollte vom 15. bis 17. Januar der Weltcup im schweizerischen Wengen ausgetragen werden. Corona trieb die Veranstalter aber schließlich ins österreichische Kitzbühel, doch auch dort wurde dann schnell ein Stopp-Schild gesetzt. Der Grund: An einem Wochenende zwei Slalom-Rennen (unter anderem mit dem Deutschen Linus Straßer) und nur sieben Tage später gleich drei Speed-Disziplinen hinterher? Nichts da! Das Risiko wurde zu groß, lieber wolle man den Ski-Zirkus entzerren und nicht so viele Athleten binnen kürzester Zeit an einem Ort versammeln. Deshalb steigt der eigentliche Wengen-Weltcup nun auch nicht in Kitzbühel - sondern in Flachau (wir begleiten die Rennen auf Merkur.de im Live-Ticker).

Hahnenkamm-Rennen 2021 in Gefahr? Ski-Weltcup von Wengen nach Kitzbühel und schließlich nach Flachau verlegt

Doch natürlich sorgt man sich nun, dass möglicherweise auch die Abfahrten und der Super G am kommenden Wochenende wackeln. Peter Schröcksnadel, Präsident des Österreichischen Skiverbandes, bedauert die Kitzbühel-Absage der beiden Slalom-Wettbewerbe sehr. Aber: Man müsse sagen, „dass dieses Wochenende ja nur die Übernahme-Rennen von Wengen gewesen wären. Nächstes Wochenende ist wesentlich wichtiger. Die Hauptsache ist, dass wir da die Rennen durchbringen“, erklärte er gegenüber sport24.at.

Schröcksnadel sieht eine „gute Chance, dass es nächste Woche klappt“. Das Zauberwort dafür lautet: Tests. Tirols Landeshauptmann Günther Platter erklärte jüngst: „Wir wollen ein hohes Maß an Sicherheit gewährleisten.“ Das heißt, dass sich aktuell alle Personen im Bezirk Kitzbühel freiwillig testen lassen können. „Sollten die bezirksweiten Tests keine großen Auffälligkeiten ergeben, finden die Hahnenkamm-Rennen wie geplant statt“, so Platter weiter.

Ski alpin: Hahnenkamm-Rennen wackelt, Österreicher sind aber zuversichtlich

Aber was passiert bei Auffälligkeiten? In Kitzbühel war die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt bei einem Wert um 200. Es bräuchte wohl nur einen Funken, um den Traum vom Hahnenkamm-Rennen in Feuer aufgehen zu lassen. Nach dem Ischgl-Desaster im vergangenen Jahr sind die Österreicher - zurecht - extrem vorsichtig geworden. Eine endgültige Entscheidung über das Hahnenkamm-Rennen soll nach Angaben der Behörden „Anfang der kommenden Woche“ fallen. (akl)

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