Hannawald mit Fehlern im System

- München- Der ehemalige Bundestrainer Reinhard Heß hat seinem früheren Musterschüler Sven Hannawald eine längere Pause empfohlen. "Es besteht die Notwendigkeit, den Ski-Anstellwinkel zu verbessern. Das ist ein Gesamtsystem um das Sprunggelenk herum. Mann muss viel testen und probieren. Das schafft man nicht in drei Trainingseinheiten", sagte der Thüringer in einem Interview mit dem Internet-Anbieter "Sport1".

Hannawald hatte nach seinem schwachen Abschneiden bei der Vierschanzen-Tournee auf den Weltcup im tschechischen Liberec verzichtet und sich zum Training ins heimische Hinterzarten zurückgezogen. Am Wochenende will Hannwald im polnischen Zakopane wieder in die Spur gehen. Heß sieht im zu kleinen Anstellwinkel zwischen Körper und Ski das Hauptproblem des Tournee-Siegers von 2002. Hannawald erhalte vor allem bei Rückenwind zu wenig Auftrieb, zudem wirken sich die neuen Sprunganzüge negativ aus. "Die Gesamtsymbiose ist gestört. Dann wirkt sich der schwächere Anstellwinkel noch mehr aus", erklärte Hess.<BR><BR>Der Ex-Bundestrainer sprach sich für moderate Änderungen vor allem beim Material aus. Beim Training in Hinterzarten wurde die Bindung anders eingestellt, auch neue Schuhe mit einer weicheren Sohle sollen geordert sein. Eine Leistungsexplosion erwartet Heß nicht. "Ich habe die Athleten in Hinterzarten gesehen und die gleichen Fehlerbilder wie immer beobachtet. Die Zeit reicht nicht aus, um das zu kippen", erklärte der 58-Jährige, der trotzdem optimistisch für die Zukunft ist. "Ich glaube nicht, dass seine Zeit vorbei ist. Nur, man muss was tun", sagte Heß.<BR>

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