Ski Alpin: Weltcup, Slalom, Herren: Henrik Kristoffersen aus Norwegen freut sich über seinen Sieg
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Skirennläufer Henrik Kristoffersen aus Norwegen beim Siegesjubel

Aus der Provinz an die Weltspitze

Henrik Kristoffersen: Alle Infos zum norwegischen Skirennläufer - seine Karriere und Erfolge 

Henrik Kristoffersen ist als Skirennläufer nicht mehr von den Bestenlisten wegzudenken. Vor allem im Slalom und Riesenslalom zeigt er sich siegreich.

  • Im Slalom und Riesenslalom gehört Henrik Kristoffersen zu den besten Wintersportlern der Welt.
  • Zwei olympische Medaillen unterstreichen seine sportlichen Erfolge.
  • Als Norwegischer Meister und Weltmeister ging der Skirennläufer als einer der Favoriten beim Weltcup 2019/ 2020 an den Start.

Am 2. Juli 1994 erblickte Henrik Kristoffersen im norwegischen Lørenskog das Licht der Welt, wuchs allerdings in Løvenstad auf. Schon im Alter von sechs Jahren wurde der norwegische Skirennläufer Mitglied im Rælingen Skiklubb. Spezialisiert hat sich der Sportler auf den Slalom und Riesenslalom und darf sich in beiden Disziplin zu den weltweit Besten zählen.

Im März 2012 ging Kristoffersen erstmalig beim Weltcup an den Start und nahm am Slalom von Kranjska Gora teil. Er schaffte es zwar nicht, sich für den zweiten Durchgang zu qualifizieren, doch beendete die Saison dennoch mit einem Erfolg – dem Titel des Norwegischen Meisters im Slalom.

Von da an ging es im Weltcup immer weiter nach oben. Im November 2012 holte der Skirennläufer mit einem elften Platz im Slalom seine ersten Weltcup-Punkte und ziemlich genau ein Jahr später stand er bereits auf dem Podest. Krönen konnte er das nur noch durch einen Sieg und dieser folgte am 28. Januar 2014 beim Slalom in Schladming.

Der Skirennläufer, seine erste olympische Medaille und weitere Erfolge

Noch im gleichen Jahr machte sich Henrik Kristoffersen auf den Weg nach Sotschi zu Olympia. Im Slalom holte er die Bronzemedaille nach Norwegen und wurde damit zum bisher jüngsten Gewinner einer Alpin-Medaille bei den Olympischen Winterspielen.

2015 stand die Weltmeisterschaft in Beaver Creek an, bei der er mit einem vierten Platz nur knapp die Medaillenränge im Slalom verpasste. Bei der Juniorenweltmeisterschaft im März 2015 hingegen war der Skirennläufer erfolgreicher. Es war seine letzte Teilnahme an der Junioren-WM und er beendete diese mit je einer Goldmedaille im Slalom und im Riesenslalom. Diese sowie die folgenden Medaillen machten Kristoffersen zum erfolgreichsten Skirennläufer bei der Alpinen Ski-Junioren-WM:

  • 2012: Gold im Riesenslalom, Silber im Slalom und der Kombination
  • 2013: Gold in der Kombination
  • 2014: Gold im Slalom und im Riesenslalom

Die Saison 2015/ 2016 hielt einen Sieg nach dem anderen für den Sportler bereit. Sechs von sieben Riesenslaloms konnte er für sich entscheiden und sich somit den Sieg des Slalomweltcups sichern.

Henrik Kristoffersen: Von Olympia zum Weltmeister und Weltcup-Dritten

Auch bei den Olympischen Spielen 2018 trat Henrik Kristoffersen wieder an. Im Riesenslalom sicherte er sich die Silbermedaille. Im Slalom hingegen schied er im zweiten Lauf aus. 2019 war es Zeit für eine weitere Teilnahme an der WM. In Åre kämpfte sich der Sportler im Riesenslalom auf den ersten Platz und wurde somit Weltmeister. In der darauffolgenden Weltcupsaison 2019/ 2020 rechnete man fest damit, dass sich Kristoffersen und Alexis Pinturault ein Duell um den Gesamtsieg liefern würden.

Tatsächlich konnte der Skirennläufer lange Zeit mithalten und ging sogar in Führung. Doch seine Leistungen fielen im Februar ab und Kristoffersen musste seine zwischenzeitliche Spitzenplatzierung an seinen Landsmann Aleksander Aamodt Kilde abgeben. Pandemiebedingt musste die Saison vorzeitig abgebrochen werden. So landete er in der Gesamtwertung auf dem dritten Platz.

Allerdings konnte der norwegische Skirennläufer zwei Disziplinwertungen für sich entscheiden. Sowohl im Slalom als auch im Riesenslalom sicherte er sich den ersten Platz.

Von Sophie Neumärker

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