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Elisabeth Willibald hatte Grund zur Freude.

Norwegen weiter top

Jansrud vor Svindal - Willibald erfreut DSV

Wengen - Der Nachwuchs bringt dem Deutschen Skiverband ein unerwartetes Erfolgserlebnis, mit den Norweger-Festspielen kann der DSV aber noch lange nicht mithalten.

Rang eins von Kjetil Jansrud bei der traditionsreichen Kombination in Wengen am Freitag war der insgesamt bereits elfte Saisonsieg für das kleine Team aus Skandinavien - Rekord aus der Saison 1998/99 eingestellt, Führung in der Nationenwertung vor den USA ausgebaut.

Für den DSV gab es dagegen nur Teilerfolge: Andreas Sander wurde in Wengen 30., wenige Stunden später gelang der jungen Elisabeth Willibald beim erneuten Slalom-Sieg der Slowakin Veronika Velez Zuzulova in Flachau auf Rang 15 ihr bestes Weltcup-Resultat.

„Wahnsinn, ich kann es selber nicht erklären“, sagte die 19-Jährige sichtlich fassungslos am ZDF-Mikrofon. „Keine Ahnung, wo das jetzt auf einmal hergekommen ist.“ Für ein Finale hatte sie sich zuvor im Weltcup überhaupt noch nie qualifiziert.

Jansrud dagegen kennt das Gefühl bestens. Der zwölfte Sieg seiner Karriere war eine ganz knappe Kiste. 0,04 Sekunden trennten ihn von seinem Landsmann Aksel Lund Svindal, 0,13 Sekunden vom drittplatzierten Adrien Theaux aus Frankreich.

„Vom Start bis zum Mittelteil war es sehr gut. Dann kam ein kleiner Fehler“, berichtete der WM-Zweite in dieser Disziplin von seinem ungewohnt starken Slalom-Auftritt und einem Patzer im Zielhang, der ihn an den Rand eines Ausfalls brachte. Aber: „Ich habe trotzdem weitergekämpft. Das schmeckt gut, wenn man das grüne Licht sieht“, sagte der Norweger im ZDF auf deutsch. Die favorisierten Konkurrenten waren wie der Franzose Alexis Pinturault entweder klar zu langsam oder schieden wie Vorjahressieger Carlo Janka aus der Schweiz aus.

Für Jansrud war es der zweite Saisonsieg. Gemeinsam mit Svindal (5), Slalom-Ass Henrik Kristoffersen (3) und Nina Løseth (1) kommt das norwegische Team nun schon nach 35 Rennen auf genau so viele Siege, wie in der bislang stärksten Saison mit Größen wie Lasse Kjus und Kjetil André Aamodt vor 17 Jahren.

Zum Vergleich: Die USA haben vor allem dank Lindsey Vonn bislang neun Saisonsiege, Österreich liegt bei sechs, die Schweiz bei vier - und Deutschland bei null. Am Sonntag zählt Kristoffersen im Slalom im Gegensatz zu Felix Neureuther und Fritz Dopfer zu den absoluten Favoriten, schon am Samstag in der Spezialabfahrt sind Jansrud und Svindal wieder Anwärter auf Rang eins.

Bei der Lauberhorn-Abfahrt will dann auch Andreas Sander ein gutes Resultat einfahren. In der Kombi-Abfahrt kam er auf Rang 32 und beendete den Wettkampf am Ende als 30. und einem Weltcup-Punkt als Lohn. „Der Tag war einfach nichts heute. Der Slalom war sicher nicht optimal, aber da brauche ich auch nicht mehr erwarten. Das habe ich nicht viel trainiert“, berichtete er im Ziel. „Die Abfahrt war nichts, weil ich da das Brüggli-S ziemlich versaut habe.“

dpa

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