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Johannes Kühn: Alle Infos zum deutschen Biathlet - seine Karriere und Erfolge

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Biathlon: Weltmeisterschaft, Massenstart 15 km, Herren. Johannes Kühn aus Deutschland reagiert im Ziel
Biathlet Johannes Kühn verschnauft nach Durchqueren der Ziellinie © dpa | Hendrik Schmidt

Johannes Kühn kann auf eine großartige Erfolgsbilanz bei Deutschen Meisterschaften zurückblicken. Auf internationalem Parkett fehlen noch Siege.

Dass spontane Entscheidungen auf den richtigen Weg führen können, zeigt das Beispiel von Biathlet Johannes Kühn. Ein Urlaub mit den Eltern führte zu einer steilen Sportkarriere. Seine größten Erfolge im Überblick:

In Reit im Winkl nahm die Karriere von Biathlet Johannes Kühn ihren Lauf. Dorthin führte ihn im Alter von zwölf Jahren ein Skiurlaub mit der Familie. Kurz darauf folgten schon die ersten Einheiten im Trainingslager in Ruhpolding. Die Chiemgau Arena im Biathlon-Bundesleistungszentrum ist bekannt für ihre optimalen Trainingsbedingungen und hat schon manchen Weltklassesportler hervorgebracht. Der Austragungsort von Weltcuprennen und Weltmeisterschaften hatte auch auf die Karriere von Johannes Kühn einen guten Einfluss. Denn schon zwischen seinem 15. Und 18. Lebensjahr konnte er die Gesamtwertung des Deutschlandpokals dreimal für sich entscheiden.

Dem WSV Reit im Winkl ist er allerdings treu geblieben und geht für diesen an den Start. Der Traditionsverein besteht schon seit 1892. Skigrößen wie Rosi Mittermaier oder Evi Sachenbacher-Stehle waren während ihrer Profikarrieren Mitglieder des Skivereins.

Johannes Kühn von den Juniorenweltmeisterschaften bis Olympia

Im polnischen Schlesien gab Johannes Kühn 2009 sein internationales Debüt. Beim Europäischen Olympischen Jugend-Winterfestival holte sich der Biathlet direkt den Titel mit der Mixed-Staffel. Im Sprint belegte er Rang Vier, in der Verfolgung wurde er siebter. Mit diesem hervorragenden Ergebnis ging er in die Saison 2010 und startete 2010 bei den Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften in Torsby (Schweden). Mit seinen Teamkollegen Manuel Müller und Benedikt Doll wurde er ebenso Juniorenweltmeister im Staffelrennen wie auch als Einzelstarter im Sprint. Im Verfolgungsrennen kam er als zweiter ins Ziel, Sechster wurde er im Einzel.

Bei den Juniorenweltmeisterschaften im Folgejahr in Nové Mesto na Marave konnte er diese Erfolgsbilanz nahezu identisch wiedergeben. Im Verfolgungsrennen und in der Staffel fuhr er auf den ersten Podestplatz, im Sprint musste er sich Tom Barth geschlagen geben. 2010 und 2011 waren auch auf nationaler Ebene zwei Erfolgsjahre für Kühn. So gewann er bei den Deutschen Meisterschaften in dieser Zeit einmal Bronze und schaffte mehrere Top-Ten-Platzierungen. In 2012 war es bis auf den siebten Platz bei den Biathlon-Europameisterschaften in Orsrblie ruhig um Johannes Kühn. Erst ab 2013 startete der Biathlet wieder durch.

Johannes Kühn ist privat in einer Biathleten-WG zu Hause

In der Saison 2012/2013 ging es für Johannes Kühn um die ersten Weltcupplatzierungen. Mit Rang 17 bei seinem erste Rennen sicherte er sich die ersten Weltcuppunkte und die Qualifikation für das Folgerennen. Seine beste Gesamtweltcupwertung erreichte er in der Saison 2019/2020 mit Platz 13. Im Sprintweltcup schaffte es der Biathlet in der gleichen Saison auf Platz 10. Bei den Deutschen Meisterschaften erzielte Kühn zwischen 2015 und 2019 dreimal Gold, viermal Silber und dreimal Bronze.

Bei den Olympischen Spielen in Pyeonchang 2018 ging er mehr zufällig an den Start. Für den ursprünglichen Starter Benedikt Doll sollte zunächst Roman Rees einspringen. Dieser erkrankte jedoch und Johannes Kühn sprang ein. Da seine Leistung im Schießen mit sechs Fehlern nicht überzeugen konnte, landete er auf Platz 58.

Über sein Privatleben ist wenig bekannt. Auf Instagram können Fans aber den Trainingsalltag rund ums Jahr begleiten. Hier sieht man Kühn unter anderem bei seinem vielfältigen Sommertraining und Ausgleichssport, wie zum Beispiel dem Rennradfahren.

Johannes Kühn lebte eine Weile in einer echten Biathleten-WG in Ruhpolding mit den Sportlern aus derselben Disziplin, Fabian Bekelaer und Florian Graf. Er ist Mitglied im Zoll-Skiteam, denn er ist hauptberuflich Zollbeamter.

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