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Weltmeister Johannes Rydzek jubelt im Ziel.

Alpine Ski-WM in Falun

Johannes Rydzek ist Kombinations-Weltmeister

Falun - Johannes Rydzek hat am Freitag bei den nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Falun die Goldmedaille in der Nordischen Kombination gewonnen.

Johannes Rydzek ist erster deutscher Weltmeister der 50. Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Falun. Der 23-Jährige aus Oberstdorf siegte nach einem Sprung von der Normalschanze und dem 10-Kilometer-Langlauf vor dem Italiener Alessandro Pittin. Bronze sicherte sich Jason Lamy-Chappuis aus Frankreich. Rydzek, der nach dem Springen Fünfter war, sorgte damit für das zehnte deutsche WM-Gold der Kombinierer bei Wettbewerben von der Normalschanze und die insgesamt 20. Medaille in diesem Wettkampf.

„Ich habe einen super Sprung gemacht. Auf der Strecke habe ich versucht, meine Chance zu nutzen. Ich wusste genau, wo ich attackieren muss, und es hat gereicht“, sagte der neue Weltmeister in der ARD. „Im Ziel habe ich gedacht: Zwick mich bitte jemand, ich glaub, ich träume. Das war so ein bewegender Moment, ich konnte es erst gar nicht glauben“, sagte der 23 Jahre alte Oberstdorfer, der an einem chaotischen Wettkampftag mit langen Verzögerungen dank eines taktischen und läuferischen Meisterstücks den größten Erfolg seiner Karriere feierte.

"Alles richtig gemacht"

Rydzek feierte den größten Erfolg seiner Karriere. Bei der WM 2011 in Oslo war er als 19-Jähriger dreimal Vizeweltmeister geworden, bei Olympia 2014 hatte er Silber mit dem Team geholt.

Auf dem letzten Kilometer hatte Rydzek, der 2011 in Oslo als 19-Jähriger bereits dreimal WM-Silber geholt hatte, den so starken Italiener Alessandro Pittin gnadenlos abgekocht und im Zielsprint alt aussehen lassen. „Ich habe gemerkt, dass ich noch etwas zulegen kann, habe eine Attacke gesetzt, und es hat gereicht. Heute ist einfach alles für mich gelaufen“, sagte Rydzek. Auch von Bundestrainer Hermann Weinbuch bekam er ein dickes Lob: „Er hat alles richtig gemacht. Nach dem besten Sprung in diesem Winter hat er zur rechten Zeit Verantwortung übernommen und insgesamt taktisch klug agiert. Er ist verdient Weltmeister.“

Eric Frenzel nur Vierter

Olympiasieger Frenzel hatte nach dem Springen geführt, das wegen starker Winde um vier Stunden nach hinten verschoben werden musste. In der Loipe büßte Frenzel seine 21 Sekunden Vorsprung aber schnell ein und hatte im Finale nichts mehr zuzusetzen. Am Ende musste er sich mit Platz vier begnügen. „Johannes hat es mehr als verdient, hier ganz oben zu stehen. Ich habe versucht alles zu geben, aber ich tue mich bei tiefen Schnee immer schwer“, sagte Frenzel, der am Sonntag gemeinsam mit Rydzek in der Staffel die nächste Gold-Chance hat.

Fabian Rießle (Breitnau) lief nach Platz 23 im Springen noch auf den neunten Platz nach vorne, Tino Edelmann (Zella-Mehlis) fiel von Rang neun auf Rang 20 zurück. Die hoch gehandelten Norweger erlebten eine Pleite, bester war Haavard Klemetsen auf Platz fünf.

Alle Infos zur nordischen Ski-WM in Falun.

dpa/sid/sr

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