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Weltcup-Spitzenreiter Simon Ammann belegte hinter dem Überraschungssieger Robert Kranjec den zweiten Platz.

Skifliegen am Kulm

DSV-Springer nur Mittelmaß - Sorgen um Schmitt

Bad Mitterndorf - Kein Aufwind für Pascal Bodmer am Kulm und Sorgen um Martin Schmitt in der Heimat: Während sich Deutschlands derzeit bester Skispringer beim ersten Skiflug-Weltcup der Saison mit Rang 21 begnügen musste, plagt sich der Vize-Weltmeister mit gesundheitlichen Problemen.

Bester Deutscher beim Sieg des Slowenen Robert Kranjec war am Samstag Michael Uhrmann auf Rang 14. Auch Michael Neumayer kam als 18. nicht aus dem Mittelmaß heraus.

Viel mehr Sorgen bereitet derzeit aber Schmitt, hinter dessen Gesundheitszustand ein großes Fragezeichen steht. Erste Untersuchungen nach seiner Rückkehr von der Vierschanzentournee, bei der Schmitt permanent über fehlende Frische und mangelnde Kraft geklagt hatte, lassen auf Probleme bei dem 31-Jährigen schließen. "Wir haben nach seiner Heimkehr medizinische Tests gemacht, die darauf hindeuten, dass er nicht ganz gesund ist. Momentan haben wir aber noch nicht alle Daten. Wenn die vorliegen, werden wir die weiteren Schritte auf dem Weg nach Vancouver festlegen", sagte Bundestrainer Werner Schuster am Samstag.

Bodmer: "So richtig schön war es nicht"

Drei Tage nach dem Finale der Vierschanzentournee konnten die anderen DSV-Adler ihren Aufwärtstrend von Bischofshofen nicht fortsetzen. "So richtig schön war es nicht", räumte Bodmer nach Sprüngen auf 168,5 und 173,5 Meter ein. Dennoch verteidigte der 19-Jährige mit 296 Punkten seinen achten Platz in der Weltcup-Gesamtwertung und ist damit auch für den Wettbewerb am Sonntag fix qualifiziert. "Da gilt es, weiterzuarbeiten und wieder anzugreifen", meinte Bodmer.

Uhrmann kam auf 182,5 und 177 Meter und war damit bester DSV-Starter. Dennoch zog der 31-jährige Routinier aus Rastbüchl unzufrieden von dannen. "Das war nicht optimal, sowohl beim Absprung als auch im Flug", konstatierte er. Auch Neumayers Begeisterung hielt sich nach 175,5 und 173,5 Metern in Grenzen. "Ich hatte mir mehr ausgerechnet. Ich habe gedacht, dass ich an die Top Ten ran schnuppern kann. Es war schwer bei dem wenigen Anlauf. Da hätte man perfekt springen müssen", sagte der Berchtesgadener. Das gelang auch dem Oberhofer Andreas Wank nicht, der mit Weiten von 165 und 156,5 Metern nur 30. wurde.

Slowene Kranjec siegt vor Amman

An der Spitze lieferten sich Kranjec und der Schweizer Simon Ammann ein Kopf-an-Kopf-Duell. Beide sprangen jeweils 195 und 200 Meter weit, am Ende lag der Slowene um 0,5 Punkte vor dem Weltcup-Spitzenreiter. Dritter wurde der Österreicher Martin Koch. Ammann baute mit 749 Zählern seine Gesamtführung vor dem Österreicher Gregor Schlierenzauer (696), der nur Fünfter wurde, weiter aus. Auch Vierschanzentourneesieger Andreas Kofler konnte den rund 20 000 Fans als Sechster nicht den erhofften Heimsieg bescheren.

Von Eric Dobias, dpa

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