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Die Single-Mixed-Staffel feierte in Nove Mesto Premiere.

Biathlon-Premiere

Kummer und Lesser Vierte bei Single-Mixed-Staffel

Nove Mesto - Die deutschen Biathleten Luise Kummer und Erik Lesser haben bei der Weltcup-Premiere der Single-Mixed-Staffel den Sieg verpasst.

Erik Lesser versuchte erst gar nicht, seine Enttäuschung zu verbergen. Durch einen Aussetzer beim letzten Schießen gab der Olympia-Zweite zum Auftakt des Biathlon-Weltcups in Nove Mesto den Premierensieg in der Single-Mixed-Staffel aus der Hand und musste sich mit Luise Kummer mit Rang vier zufriedengeben. „Plausibel kann ich das nicht erklären. Ich weiß nicht, was ich da falsch gemacht habe“, sagte der 26-Jährige konsterniert im ZDF. Dabei schien es, dass sich das deutsche Duo bei der offiziellen Wettkampfpremiere der einfachen gemischten Staffel in die Annalen eintragen könnte. Denn Lesser lag vor dem finalen Schießen klar in Führung, musste dann aber gleich drei Strafrunden laufen.

Den Premierensieg sicherten sich die Russen Jana Romanowa/Alexander Wolkow vor Marte Olsbu/Henrik L'Abée-Lund aus Norwegen und Julia Dschyma/Artem Tyschenko aus der Ukraine. Die Deutschen hatten am Ende 38,9 Sekunden Rückstand auf die Spitze.

„Vorwürfe sollte man sich definitiv nicht machen“, meinte die stark agierende Kummer, die ihren Teamkollegen im Ziel tröstend in den Arm nahm. Ein erstes Fazit der neuen Wettkampfform fiel positiv aus. „Es ist ein echt cooles Rennen und hat Spaß gemacht. Ich finde es einen sehr schönen Wettkampf“, sagte die zweimalige Junioren-Weltmeisterin. Lesser ergänzte: „Ich bin zwar ein Freund der klassischen Rennen. Aber das im Weltcup zu etablieren, kann man versuchen. Mal sehen, wie es von den Fans und den Teams angenommen wird.“

Die mehr als 20 000 Fans in der WM-Arena von 2012 waren von der Single-Mixed-Staffel, die an den Modus bei der World-Team-Challenge auf Schalke angelehnt ist, auf jeden Fall begeistert. Attraktiv sind für die Zuschauer die kurzen Laufrunden und das häufige Schießen. Die Frauen laufen insgesamt sechs, ihre Teamkollegen 7,5 Kilometer. Jeweils viermal muss jeder schießen. „Das ist aus meiner Sicht ein richtiger Publikumsmagnet“, sagte Damen-Bundestrainer Gerald Hönig. Ob und wie oft das neue Rennen in der Zukunft im Weltcup gelaufen wird, will der Weltverband noch entscheiden.

dpa

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