Sebastian Eisenlauer liegt nach dem Teamsprint entkräftet am Boden
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Sebastian Eisenlauer liegt nach dem Teamsprint entkräftet am Boden - durch den Skiverlust hatte er keine Chance mehr.

Finale futsch

Nordische Ski-WM: Medaillen-Hoffnung geplatzt! Riesen-Malheur schockt deutsche Herren

  • Marius Epp
    vonMarius Epp
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  • Christoph Klaucke
    Christoph Klaucke
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Nordische Ski-WM: Die deutschen Langläufer konnten bislang nicht überzeugen. Nächste Hoffnung ist der Teamsprint der Damen und Herren am Sonntag. Wir begleiten die Rennen im Live-Ticker.

Nordische Ski-WM: Teamsprint der Damen im Live-Ticker

13.17 Uhr: Das war‘s! Schweden ist Weltmeister im Teamsprint - die deutschen Frauen belegen am Ende Rang neun. Auch Sofie Krehl unterlief eine kleine Panne: Sie verhedderte sich mit ihrem Ski bei der Konkurrenz. Alles in allem war es kein guter Tag für die DSV-Athleten - es war natürlich auch viel Pech im Spiel.

Nimmt man aber die Malheure weg, muss man auch klar konstatieren: Eine Medaillenchance war nie wirklich in Reichweite, zu weit entfernt sind die deutschen Läufer und Läuferinnen von der Weltspitze. Trotzdem haben Eisenlauer und Co. nie aufgegeben und sich angesichts der Pechsträhne durchaus ordentlich geschlagen.

13.15 Uhr: Das deutsche Team muss abreißen lassen. Mit den ersten Plätzen haben sie jetzt nichts mehr zu tun, an der Spitze duellieren sich Schweden und die Schweiz.

13.08 Uhr: Die deutschen Damen liegen gut im Rennen. Bisher können sie noch mit der Spitzengruppe mithalten, retten sie heute die deutsche Ehre? Aktuell liegen Krehl und Carl auf Rang sechs mit sechs Sekunden Rückstand auf die Spitze.

13 Uhr: Das Damen-Finale läuft! Sofie Krehl und Victoria Carl sind auf der Loipe. Sind sie für eine Überraschung gut?

Nordische Ski-WM im Live-Ticker: Riesen-Malheur für deutsche Herren - Ski geht verloren

Update vom 28. Februar, 12.49 Uhr: Das Halbfinale der Männer endete mit einer großen Enttäuschung - die deutschen Herren haben sich nicht für das Finale qualifiziert. Am Ende kamen Janosch Brugger und Sebastian Eisenlauer nur auf Platz sechs.

Auf der Loipe passierte ein großes Malheur: Eisenlauer verlor während des Wettkampfs einen Ski. Die Bindung öffnete sich nach einem Kontakt dem Ski eines Konkurrenten. Ist das bitter - ausgerechnet bei der WM! Zwei Jahre haben die Beteiligten auf dieses Rennen hingearbeitet.

Die beiden sind deshalb verständlicherweise völlig enttäuscht. „Das ist so bitter“, hadert Eisenlauer. Bis zum Skiverlust waren die beiden auf einem guten Weg ins Finale. Jetzt müssen es die Frauen retten.

Update vom 28. Februar, 12.25 Uhr: Im Moment läuft das Halbfinale der Herren. Das Frauen-Halbfinale ist schon vorbei, Victoria Carl und Sofie Krehl haben sich für das Finale qualifiziert. Machen Janosch Brugger und Sebastian Eisenlauer es ihnen nach?

Nordische Ski-WM im Live-Ticker: Sorgen Frauen für eine Überraschung?

Update vom 28. Februar, 11.45 Uhr: Noch etwas mehr als eine Stunde - dann startet der Teamsprint der Damen. Kurz darauf folgen dann die Männer. Die DSV-Athleten gehören nicht zu den Favoriten, sorgen sie für eine Überraschung?

Bei den Damen werden heute Victoria Carl und Sofie Krehl an den Start gehen. Im Halbfinale landeten die beiden auf einem guten vierten Platz.

Nordische Ski-WM im Live-Ticker: Nächste Langlauf-Hoffnung ist der Teamsprint

Erstmeldung vom 27. Februar: Oberstdorf - Für die deutschen Langläufer läuft es bei der Nordischen Ski-WM* in Oberstdorf noch nicht nach Plan. Am Sonntag bietet sich im Teamsprint aber eine neue Möglichkeit. Sowohl die Frauen als auch die Männer gehen mit jeweils einem Team an den Start. Die Halbfinals steigen ab 11 Uhr, die Entscheidung fällt in den Finals ab 13 Uhr.

Zunächst gibt es zwei Halbfinals, die jeweils zwei besten Duos plus insgesamt sechs Zweitbeste erreichen das Finale der besten zehn Teams. Gelaufen wird jeweils im Wechsel eine Runde, jeder Läufer muss diese dreimal absolvieren. Für den DSV* stechen bei den Männern Sebastian Eisenlauer und Janosch Brugger und bei den Frauen Victoria Carl und Sofie Krehl in die Loipe. Favorit sind aber einmal mehr die Skandinavier.

Wenn für die deutschen Athleten diesmal eine gute Platzierung oder sogar eine Medaille herausspringen soll, muss aber beim Wachsen aufgepasst werden. Die deutsche Langlauf-Hoffnung Katharina Hennig konnte beim WM-Skiathlon am Samstag ein Lied davon singen.

Nordische Ski-WM im Live-Ticker: DSV-Team hat sich verwachst

„Ich bin sehr traurig. Es ist bitter, wenn es an einem Tag, der vielleicht der wichtigste im Jahr ist, so schief läuft“, sagte die Wahl-Allgäuerin, nachdem sie völlig verwachst hatte und bei der Johaug-Gala mit Riesen-Rückstand auf Platz 29 gelandet war. Schon auf der ersten Hälfte des 15-km-Rennens war Hennig aufgrund des klar unterlegenen Materials hoffnungslos zurückgefallen. „Es ist sehr deutlich, dass wir uns beim Klassisch-Wachs vergriffen haben“, sagte Bundestrainer Peter Schlickenrieder: „Wir hatten schnelle Ski, aber nicht den nötigen Grip, gerade wenn es am Burgstall zur Sache ging.“

Die 24-jährige Hennig, die in dieser Saison an der absoluten Weltspitze gekratzt und beim über zwei Jahre akribisch vorbereiteten Heimauftritt zumindest unter die Top 10 laufen wollte, machte ihren Serviceleuten „keinen Vorwurf“. Dennoch saß der Frust tief: „Man hat einiges von mir erwartet, da ist man am Ende blitzeblau, körperlich wie geistig“, sagte sie, „aber ich werde mich irgendwann beruhigen. Mein Papa ist hier, mein Freund auch, das wird helfen.“

Beste Deutsche war Pia Fink auf Platz 19 (+2:56,2 Minuten). „Es war ein sehr schweres Rennen. Ich kann zufrieden sein, vor einem Skiathlon habe ich immer Respekt“, sagte Fink. Völlig chancenlos waren die deutschen Männer beim Skiathlon-Sieg des Russen Alexander Bolschunow. Nach 30 km hatte Lucas Bögl, mit Platz 29 Bester eines DSV-Quartetts, 4:10 Minuten Rückstand. (ck/sid) *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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