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Taktisches Meisterstück: Heidi Zacher (Mitte) setzt sich im großen Finale gegen die Schweizerin Fanny Smith (li.) und Marielle Thompson (Kanada) durch und sichert sich den Weltcup-Sieg im schwedischen Idre Fjäll. 

Skicross

Heidi Zacher: Wiederauferstehung in Schweden

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Besser hätte es nicht laufen können: Die Lenggrieser Skicrosserin Heidi Zacher gewinnt am Samstag im schwedischen Idre Fjäll das Weltcup-Rennen.

Idre Fjäll/Lenggries – „Der Sieg ausgerechnet hier ist schon unglaublich. Ich bin total happy“, strahlt die Isarwinklerin nach ihrem überraschenden Erfolg im Ziel bis über beide Ohren. Am Sonntag schob sie beim zweiten Weltcup in Mittelschweden den neunten Platz nach.

Zacher hat eine besondere Beziehung zum Skicross-Kurs in Idre Fjäll. Erlebte sie hier noch im Vorjahr einen der traurigsten Augenblicke ihrer Karriere: Sturz bei einem Trainingslauf, Kreuzband gerissen, Aus für Olympia, wo sie als Favoritin gestartet wäre. Jetzt, ein Jahr später genau an selber Stelle eine regelrechte Wiederauferstehung. „Das ist der absolute Traum für ein Comeback“, jubelt die 30-Jährige.

Für den Waakirchner National-Trainer Peter Stemmer war der Erfolg seiner Musterschülerin gar keine so große Überraschung: „Es war seit August der Plan, dass sie in Idre ihr erstes scharfes Rennen fahren sollte. Das sie das gewinnt, war freilich nicht vorherzusagen. Einfach super. Das tut ihr vom Kopf her richtig gut. Jetzt hat sie wieder ein tolles Selbstvertrauen.“

Dabei ist der Cross-Kurs in Schweden so gar nicht nach dem Geschmack der Lenggrieserin. Technisch wenig anspruchsvoll, lediglich drei Kurven insgesamt und dann die ellenlange Gerade mit zahlreichen Sprüngen und Wellen. Doch diesmal hatte sich Zacher sehr gut darauf eingestellt. Die ersten beiden Heats am Samstag fuhr sie vorne weg mit zwei Start-/Ziel-Siegen. Im Halbfinale hat die junge Schwedin Lisa Andersson einen super Start erwischt. „Aber mein zweiter Platz reichte ebenfalls zum Weiterkommen.“

Das taktische Meisterstück gelang der Isarwinklerin dann im großen Finale. Da lag sie lediglich auf Platz vier nach der Startsequenz. Doch als Erste musste Andersson in einer Kurve dran glauben. Dann saugte sich Zacher im Windschatten an die Weltcup-Führende, die Schweizerin Fanny Smith, heran und schob sich auch an ihr vorbei. Jetzt war nur noch die Kanadierin Marielle Thompson vor der DSV-Fahrerin. Aber auch die schnupfte sie auf den letzten Wellen vor dem Ziel. „Das war einfach ein perfekter Lauf“, machte die Siegerin aus Lenggries ihrer Freude mit einem lauten Juchzer Luft: „Der Lohn für die viele Arbeit, die ich im vergangenen Dreivierteljahr investiert habe.“ Ausdrücklich dankte sie ihren Trainern und Betreuern, die sie beim Comeback unterstützt hatten.

Da konnte sie es locker verkraften, dass sie beim zweiten Weltcup tags darauf bereits im Viertelfinale knapp ausgeschieden ist. „Eigentlich eine gute Fahrt von mir. Gegen Sandra Naeslund und Kelsey Serwa zu verlieren, ist ja keine Schande“, berichtet die Lenggrieserin. Es war der letzte Sprung vor dem Ziel, der sie am Weiterkommen hinderte. „Da war ich etwas zu kurz dran, anschließend fehlte mir der Speed, und schließlich war Naeslund eine halbe Armlänge vorn.“

Trotzdem macht Zacher nach dem Wochenende in der Cross-Weltrangliste einen Sprung von 16 auf Platz 5. „Ich bin mit der Ausbeute von Idre super glücklich und fliege jetzt mit einem richtig guten Gefühl zum nächsten Weltcup nach Kanada.“

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