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Ski-Star Lindsey Vonn gewann direkt nach ihrem neuerlichen Comeback die Bronze-Medaille in der WM-Abfahrt von St. Moritz.

Nach WM-Erfolg

Lindsey Vonn: „Hatte früher Angst, nicht gut genug zu sein“

München - Gerade erst hat Lindsey Vonn nach ihrem neuerlichen Comeback die Bronzemedaille bei der WM-Abfahrt in St. Moritz gewonnen. Nun spricht sie über ihre Verletzung und große Ziele.

Lindsey Vonn ist ein Phänomen. Den US-Ski-Star kann so schnell nichts umhauen. Nach ihrem folgenschweren Trainingssturz im November, bei dem sie sich den Arm brach und die Funktionsfähigkeit ihrer Hand zunächst stark eingeschränkt war, nahm sie ein Verletzungsrisiko bewusst in Kauf und fuhr bei der Ski-WM in St. Moritz zur Bronze-Medaille in der Abfahrt. Nun sprach sie mit Sport 1 über Maria Höfl-Riesch, ihre Ziele und frühere Zweifel.

Lindsey Vonn über...

… ihren 3. Platz in der WM-Abfahrt: „Ich bin sehr happy mit dem dritten Platz. Das war für mich eine schwierige Saison mit meinen Verletzungen. Ich habe nicht gewusst, ob ich schnell genug bin, um eine Medaille zu gewinnen.“

… die Zweifel nach ihrem Sturz: „Nach meiner Operation konnte ich meine Hand nicht bewegen. Ich wusste nicht, wie schnell sie wieder reagieren wird und ob ich Skifahren oder überhaupt einen Skistock halten kann. Es gab viele Fragen, aber ich war sehr glücklich, wie schnell ich zurückgekehrt bin und wie meine Hand reagiert hat. Sicher hatte ich kein Training, aber ich bin dennoch zufrieden, dass ich überhaupt wieder Skifahren kann.“

… die Warnung der Ärzte vor einer neuerlichen Verletzung: „Sicher ist es ein größeres Risiko als normalerweise, aber Skisport ist immer gefährlich. Ich habe gedacht, ich könnte meine Saison beenden, aber es ist egal, ob ich jetzt oder in zwei Monaten fahre: Das Risiko wird immer sehr hoch sein. Deshalb habe ich gesagt, dass ich es versuche. Die WM, Siege und Rekorde – das waren viele Motivationen. Das Risiko war hoch, aber nicht zu hoch.“

…Maria Höfl-Riesch: „Sie ist immer noch eine gute Freundin von mir. Leider ist sie nicht mehr dabei im Weltcup. Das ist schwierig, weil wir immer viel Zeit zusammen verbracht haben. Seit sie weg ist, ist es einsamer. Ich habe meinen Hund, aber das ist natürlich nicht das Gleiche wie mit Maria. Aber sie hat ein neues Leben und wir sehen uns, wenn wir Zeit haben.“

… die Einsamkeit im Weltcup: „Mein Hund ist da, ich habe einen Freund – er kann leider nicht immer dabei sein, aber er war für ein paar Wochen hier. Ich habe ein super Team, mein Coach und seine Frau sind immer dabei. Wenn ich so viele gute Freunde dabei habe, hilft das sehr.“

… über ihr Buch „Strong is the new beautiful" und eigene Schwächen: „Ich bin sehr glücklich damit, wer ich bin. Ich hatte früher immer Angst, dass ich nicht gut genug, schön genug oder stark genug sein könnte. Aber heute bin ich älter und bin klüger: Ich verstehe mich selbst besser.“

… ihr Ziel, den Weltcup-Rekord von Ingemar Stenmark (86 Siege) zu überbieten: „Die Olympischen Medaillen sind für Amerikaner sicher wichtig. Aber für mich ist der Sieg-Rekord von Ingemar das Wichtigste. Ich werde trotzdem bei den Olympischen Spielen alles geben, denn nach Vancouver hatte ich keine weitere Olympia-Chance. Ich denke, ich habe viel von Vancouver gelernt. Ich würde gern noch eine Goldmedaille im Super-G holen, das wäre super – aber das Wichtigste ist für mich der Weltcup-Rekord.“

… die Frage, ob sie bis 2019 weitermacht, wenn sie am Ende der nächsten Saison 85 Siege aufweist: „Ja, sicher (lacht). Ich werde fahren, bis es mich nicht mehr happy macht. Ich weiß nicht, wann das sein wird. Vielleicht in einem oder zwei Jahren. Aber wenn ich so knapp an diesem Rekord dran bin, werde ich sicher nicht aufhören.“

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