Ski nordisch/Kombination: Weltcup, Einzel, Normalschanze/10 km, Herren, Sprung: Manuel Faisst (Deutschland) während des Wertungsdurchgangs
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Skispinger Manuel Faißt aus Deutschland bei der Nordischen Kombination

Die Nordische Kombination im Blut

Manuel Faißt: Alle Infos zum deutschen Nordischen Kombinierer - seine Karriere und Erfolge 

Durch die Adern des Skispringers Manuel Faißt fließt die Begeisterung für den Sport. Er ist unter anderem dreifacher deutscher Team-Sprint-Meister.

Manuel Faißt wurde am 11. Januar 1993 in Furtwangen geboren. Der deutsche Skispringer ist in der Nordischen Kombination aktiv und kam schon in Kindertagen mit dem Wintersport in Kontakt. Sein Vater war ebenfalls Nordischer Kombinierer und trainierte den SV Baiersbronn. So war es kaum verwunderlich, dass Faißt schon im Alter von vier Jahren erstmalig die Zehn-Meter-Schanze im Bergergrund hinunterfuhr. Den ersten Sprung wagte er mit fünf. Schnell war der Ehrgeiz des jungen Sportlers geweckt und erste Erfolge ließen nicht mehr lang auf sich warten.

Manuel Faißt besuchte das Richard von Weizsäcker Gymnasium in Baiersbronn und wechselte nach der mittleren Reife auf das Skiinternat Furtwangen. Dort verfolgte er intensiv seinen Weg zum Profisportler. Dieser führte ihn nach Breisgau, wo der Skispringer 2011 sein Wirtschaftsabitur machte und im Jahr darauf als Sportsoldat bei der Bundeswehr antrat.

Manuel Faißt feierte sein Debüt beim Weltcup und den Junioren-Weltmeisterschaften

Am 5. Dezember 2009 ging Manuel Faißt zum ersten Mal bei einem Weltcup an den Start. Dabei landete er auf dem 49. Platz. Seine ersten Weltcuppunkte folgten im November 2011 dank dem 30. Rang, den er dort erzielte. Die besten Ergebnisse der Saison erzielte der Skispringer mit Platzierungen auf dem siebten und 18. Rang im Dezember 2011.

Zwei Platzierungen auf den Medaillenrängen in den Juniorenweltmeisterschaften 2012 markierten den bis dato größten Erfolg des Skispringers. Im Februar gewann er im Zehn-Kilometer-Langlauf die Silbermedaille und Bronze in der Mannschaft. Letzteres gelang ihm gemeinsam mit Christian Arlt, Michael Schuller und Tobias Simon. Diese und weitere Erfolge in der Saison brachten ihm den 35. Platz in der Gesamtweltcup-Wertung ein.

Der Skispringer wurde erstmalig Junioren-Weltmeister und Deutscher Meister

Schon im Jahr darauf gelang es dem Sportler, diese Ergebnisse zu toppen. In Liberec holte er den Titel des Junioren-Weltmeisters. In beiden Einzel-Wettkämpfen sowie in der Mannschaft mit Jakob Lange, David Welde und erneut Michael Schuller landete der Skispringer auf dem ersten Platz. Weiter ging seine Erfolgssträhne im Weltcup. Faißt nahm den Platz des erkrankten Tino Edelmann in der Mannschaft ein und gewann den Staffel-Wettbewerb in Sotschi. Zusammengefasst erzielte er in den Junioren-Weltmeisterschaften folgende Ergebnisse:

  • 2012: Silber im Gundersen
  • 2012: Bronze im Team
  • 2013: Gold im Gundersen, Team und Sprint

Bei den Deutschen Meisterschaften 2013 zeigte sich Manuel Faißt nicht weniger erfolgreich. Sein sportliches Talent stellte er mit dem Gewinn einer Bronzemedaille im Einzel erneut unter Beweis und überzeugte auch im Teamsprint. Zusammen mit Fabian Rießle entschied er diesen für sich und wurde erstmals Deutscher Meister.

Zurück im Nationalkader feierte Manuel Faißt neue Erfolge

Nachdem Manuel Faißt zwischenzeitlich im zweitklassigen Continental Cup an den Start ging, meldete er sich Ende Februar 2014 im Nationalkader zurück und war in der kommenden Saison durchgängig Teil des Weltcup-Teams. Allerdings gewann der deutsche Team-Sprint-Meister dabei lediglich einen Weltcuppunkt. Im Oktober 2016 gewann der Skispringer seinen zweiten deutschen Meistertitel im Sprint. Auch dabei trat er wieder gemeinsam mit Fabian Rießle an. Im Gundersen-Wettkampf hingegen landete er auf dem dritten Platz.

Die Weltcup-Saison 2017/ 2018 begann Faißt mit Formproblemen und konnte sich daher nicht für die Olympischen Winterspiele 2018 qualifizieren. Dennoch blieb er nicht erfolglos und holte 2018 seinen dritten Meistertitel, erneut im Teamsprint mit Fabian Rießle. Im Weltcup 2018/ 2019 lief Manuel Faißt wieder zu Bestleistungen auf und feierte vor allem in den Sprungläufen Erfolge. Der zehnte Platz in der Gesamtweltcup-Wertung ist seine bis heute beste Gesamtplatzierung.

Von Sophie Neumärker

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