Biathlon: Weltcup, Sprint 7,5 km, Damen in der Chiemgau Arena. Maren Hammerschmidt aus Deutschland in Aktion
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Die deutsche Biathletin Maren Hammerschmidt beim 7,5 km-Sprint

Eine Biathletin wird Weltmeisterin

Maren Hammerschmidt: Alle Infos zur deutschen Biathletin - ihre Karriere und Erfolge 

Für Maren Hammerschmidt war früh klar, dass sie später als Biathletin Erfolge feiern möchte. Ein Weltmeistertitel und gehört zu ihren Karrierehöhepunkten.

  • Maren Hammerschmidt kam erstmalig während eines Schnupperkurses in der ersten Schulklasse mit dem Biathlon in Kontakt.
  • Sie startet für den SK Winterberg und ist zudem Teil des Ski-Teams der Zollverwaltung.
  • Die Biathletin wurde 2016 Weltmeisterin und nahm zwei Jahre später bei den Olympischen Spielen teil.  

Maren Hammerschmidt wurde am 24. Oktober 1989 in Frankenberg geboren. Den Grundstein für ihre spätere sportliche Karriere legte sie bereits in jungen Jahren. In der ersten Klasse nahm sie zusammen mit ihrer Schwester Janin Hammerschmidt an einem Biathlon-Schnupperkurs teil und war sofort begeistert.

Nach ihrem erfolgreichen Schulabschluss zogen die beiden ins Werdenfelser Land, damit sie in Mittenwald trainieren konnten. 2012 führte der Weg der Biathletin nach Ruhpolding diesmal ohne ihre Schwester. Dort lebt sie nach wie vor und trainiert in der Chiemgau-Arena.

Hammerschmidt geht für den SK Winterberg an den Start und gehört außerdem seit August 2008 zum Ski-Team der Bundeszollverwaltung. Ihr erstes internationales Rennen trat sie bereits ein Jahr zuvor beim European Youth Olympic Festival in Jaca an. Im Verfolgungsrennen sicherte sie sich die Bronzemedaille, im Sprint landete sie auf dem fünften Platz.

Maren Hammerschmidts Weg zum Weltmeistertitel

Bei den Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften in Ruhpolding 2008 schaffte es Maren Hammerschmidt an die Spitze und gewann den Titel im Sprint. Bei der Verfolgung hingegen ging sie aufgrund mehrerer Schießfehler nur als neunte ins Ziel und überließ den Sieg ihrer Schwester Janin. Einen gemeinsamen Erfolg erzielten beide im Staffelrennen zusammen mit Nicole Wötzel. Die drei sicherten sich den ersten Platz. Ihre erste Biathlon-Weltmeisterschaft bestritt die Zollbeamtin 2016 und gewann prompt eine Bronzemedaille. Dies gelang ihr zusammen mit Laura Dahlmeier, Franziska Hildebrand und Franziska Preuß in der Staffel. Es folgte die Aufnahme der Biathletin in den A-Kader des Deutschen Skiverbandes für die Saison 2016/ 2017 sowie 2017/ 2018.

2018 trat die Weltmeisterin bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang an. Beim Einzel über 15 km unterliefen ihr drei Schießfehler und die Biathletin landete auf dem 17. Platz. Als schlechteste deutsche Teilnehmerin schaffte sie es somit nicht, sich für den Massenstart zu qualifizieren. Bevor Maren Hammerschmidt ihr Können beim folgenden Weltcup in Kontiolahti auf ein Neues unter Beweis stellen konnte, zog sie sich eine Bänderverletzung am linken Sprunggelenk zu. Dennoch erreichte sie im Sprint den zwölften Platz und landete im Massenstartrennen auf Platz fünf.

Maren Hammerschmidts Rückkehr in den Sport und ihr Einsatz für den Tierschutz

Im Oktober 2018 unterzog sich die Biathletin verletzungsbedingt einer OP am linken Sprunggelenk mit anschließender Reha. Schon im Dezember begann sie wieder mit dem Training.

Ende Januar 2019 kehre sie zurück und trat beim Volkslanglauf Chiemgau Team Trophy an. Zur Liste ihrer Erfolge gehören mittlerweile unter anderem:

  • 2016: Silbermedaille im Sprint bei den Deutschen Meisterschaften
  • 2016: Bronzemedaille in der Verfolgung bei den Deutschen Meisterschaften
  • 2016: Bronzemedaille in der Staffel bei der Biathlon-WM
  • 2017: Goldmedaille in der Staffel bei der Biathlon-WM
  • 2017: Silbermedaille im Sprint bei den Deutschen Meisterschaften
  • 2020: Silbermedaille im kurzen Einzel bei den Deutschen Meisterschaften

Maren Hammerschmidt setzt sich neben dem Sport für den Schutz von Tieren ein und war somit unter anderem 2016 Teil der von PETA gestarteten Kampagne „Lieber nackt als im Pelz“. Außerdem bietet sie Tierheimen, in denen Straßenhunde aus Rumänien unterkommen, sowie Kastrationsorganisationen Unterstützung.

Von Sophie Neumärker

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