Großschanze, Herren: Der Zweitplatzierte Markus Eisenbichler aus Deutschland nimmt an der Siegerehrung teil
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Markus Eisenbichler, Skispringer aus Deutschland, auf dem Weg zur Siegerehrung

Der Sunnyboy der Schanze

Markus Eisenbichler: Alle Infos zum deutschen Skispringer - seine Karriere und Erfolge 

Der Skispringer Markus Eisenbichler überzeugt nicht nur durch seine sportlichen Leistungen, sondern auch durch seinen Charme.

Wer mit acht Jahren den Mut zusammennimmt, um als Skispringer von der Schanze zu springen, wird später mit großen Erfolgen belohnt. Skispringer Markus Eisenbichler kann auf diese Karriere zurückblicken. Denn schon in diesem zarten Alter galt seine Freizeit diesem Sport. Heute ist Markus Eisenbichler einer der erfolgreichsten Skispringer Deutschlands. Seine größten Erfolge im Überblick:

  • Im Skisprung wurde er vier Mal Weltmeister und erreichte einmal den dritten Platz
  • Bei der Vierschanzentournee 2018/2019 kam er in der Gesamtwertung auf Platz 2
  • Die Skigflugweltmeisterschaften in Planica 2020 beendete er mit einer Silber- und einer Bronzemedaille

Skispringer Markus Eisenbichler geht früh international an den Start

Markus Eisenbichler blieb seiner Heimat treu. 1991 im oberbayrischen Siegsdorf im Chiemgau geboren, zog er nie an einen anderen Ort. Seit seiner Kindheit ist der Skispringer dort im TSV Siegsdorf verwurzelt, für den er auch früh international an den Start ging. Bereits mit 15 Jahren, im Jahr 2006, betrat er internationales Parkett. 2007 schaffte er es bei den OPA-Spielen auf Platz 6. Insbesondere auf nationaler Ebene konnte er häufig das Treppchen besteigen. So erreichte er 2008 im Deutschlandpokal zweimal Rang Zwei und beendete die Deutschen Jugendmeisterschaften im Einzel und im Team als Meister.

Die Qualifikation für den Weltcup verpasste er 2010 noch knapp, konnte aber im Folgejahr sein Weltcupdebüt auf der Vierschanzentournee in Oberstdorf feiern. Mit Platz 30 konnte er immerhin seinen ersten Weltcuppunkt erspringen. Dies gelang dem Skispringer nach einem K.O.-Duell gegen Skispringer-Legende Martin Schmitt. In Zakopane erreichte er 2011 erstmals international einen Podestplatz auf Rang Zwei. Allerdings zog er sich im Spätsommer 2012 bei einem Sturz im Training einen Brustwirbelbruch zu und musste aussetzen.

Als Skispringer auch im Skiflug erfolgreich

Richtig Fahrt nahm die Karriere Eisenbichlers ab der Saison 2014 auf. Dort siegte der Skispringer mehrfach im Cotinental Cup und verbesserte seine Weltcupplatzierung. Erstmalig 2017 konnte er im bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften in Lahti (Finnland) Einzelwettbewerb eine Bronzemedaille entgegennehmen und wurde Mixed-Team-Weltmeister mit Carina Vogt, Svenja Würth und Andreas Wellinger. Markus Eisenbichler übrraschte am 25. März 2017 in Planica sowohl Fachwelt als auch das Publikum mit einem Flug von 248 Metern. Damit stellte er einen neuen deutschen Weitenrekord auf. Ein Erfolg, den er seiner stabilen Fluglage zu verdanken hat.

Bei Olympia 2018 in Pyeongchang erlebt Eisenbichler allerdings einen Einbruch und erreichte auf der Normalschanze nur den achten Platz und auf der Großschanze Platz 14. Nach einem internen Ausscheidungsspringen, dass er gegen seinen Teamkollegen Stephan Leyhe verlor, war er vom Mannschaftsspringen ausgeschlossen. In der Saison 2018/2019 erlebt er jedoch ein neues Leistungshoch und überzeugte unter anderem mit einem ersten Platz im Skifliegen beim Skisprung-Weltcup in Planica. In 2020 holte sich Eisenbichler in Planica WM-Bronze im Einzel und Silber im Teamwettbewerb.

Markus Eisenbichler abseits der Schanze

Der Skispringer präsentiert sich neben dem Sport als sympathischer Teamplayer. Trotz seines Ausscheidens aus dem Mannschaftswettbewerb bei Olympia 2018 feierte er seine Kollegen mit einem Schuhplattler auf der abendlichen Siegesfeier. Privat hält sich Eisenbichler eher bedeckt. So ist zwar bekannt, dass er liiert ist. Insbesondere auf seinen Social Media Auftritten lässt er sein Privatleben aber außen vor. Ausschließlich zu Weihnachten hat man seine Freundin dort zu Gesicht bekommen.

Markus Eisenbichler ist in der Sportfördergruppe Bundespolizei und hat dort die Ausbildung zum Polizeimeister absolviert. Er gilt als der bestverdienende Skispringer Deutschlands. Neben den Preisgeldern stehen ihm hohe Siegprämien als vertragliche Vergütung zu. Sein geschätztes jährliches Bruttoeinkommen inklusive Sponsorengeldern beläuft sich auf rund 300.000,00 Euro. Hauptsponsor ist der Heizungsspezialist Viessmann.

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