Ski alpin: Weltcup Slalom der Damen, 2. Durchgang. Die Drittplatzierte Mikaela Shiffrin aus den USA reagiert bei der Siegerehrung
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Die amerikanische Skirennläuferin Mikaela Shiffrin

Die Skirennläuferin der Rekorde

Mikaela Shiffrin: Alle Infos zum US-amerikanischen Ski-Star - ihre Karriere und Erfolge 

Mikaela Shiffrin wurde die erfolgreichste Skirennläuferin der Geschichte. Davon zeugen unter anderem zahllose Weltcupsiege und drei olympische Medaillen.

  • Mikaela Shiffrin gilt als die erfolgreichste Skirennläuferin aller Zeiten.
  • Sie ist nicht nur Weltcup-Rekordsiegerin, sondern unter anderem auch mehrfache Weltmeisterin und Olympiasiegerin.
  • Anfang 2020 verlor die Ausnahmesportlerin ihren Vater bei einem Unfall.

Mikaela Shiffrin kam am 13. März 1995 in Vail in Colorado zur Welt. Die US-amerikanische Sportlerin gehört zu den erfolgreichsten Skirennläuferinnen aller Zeiten. Vor allem im Slalom zeigt sie herausragende Leistungen. Sie ist die jüngste Olympiasiegerin in dieser Disziplin und wurde unter anderem vierfache Weltmeisterin.

Die sportliche Karriere von Shiffrin begann in der Burke Mountain Academy in Vermont. Schnell zeigte sich ihr Talent im Slalom. Bereits 2008 gewann sie im Nachwuchswettbewerb Whistler Cup den Slalom, Riesenslalom und auch die Kombination. 2010 wurde man dank ihrer Teilnahme beim Trofeo Topolino auch im Ausland auf sie aufmerksam. Dabei handelt es sich um das bedeutendste internationale Kinderskirennen und die Skiläuferin gewann auch hier den Slalom sowie den Riesenslalom.

Mikaela Shiffrin baute ihre Erfolge weiter aus

An ihrer ersten Juniorenweltmeisterschaft nahm Mikaela Shiffrin 2011 in Crans-Montana teil. Dabei erhielt sie die Bronzemedaille für ihre Leistungen beim Slalom. Noch im selben Jahr folgte ihre Premiere beim Weltcup, wo sie ebenfalls beim Slalom und Riesenslalom an den Start ging. Allerdings gelang es ihr dabei nicht, sich für den zweiten Durchgang zu qualifizieren.

Dennoch ließen weitere Erfolge nicht lange auf sich warten. Bevor das Jahr zu Ende ging, wurde Shiffrin zur nationalen Meisterin im Slalom gekürt und zudem als beste Juniorin der Saison von der Eastern Ski Writers Association ausgezeichnet.

Im Dezember 2012 war es soweit und die Skirennläuferin gewann zum ersten Mal einen Weltcup. In Åre entschied sie den Slalom für sich. Im weiteren Verlauf ihrer Karriere folgten 66 weitere Erstplatzierungen, die sie zur Weltcup-Rekordsiegerin machen.

Die Skirennläuferin wurde Weltmeisterin und stellte weitere Rekorde auf

Den Titel als eine der jüngsten Weltmeisterinnen brachte Mikaela Shiffrin ihre Goldmedaille bei der WM 2013 in Schladming ein. Ebenfalls als bisher jüngste Läuferin gewann sie nur ein Jahr später Gold im Slalom bei den Olympischen Spielen in Sotschi. Die Liste der Rekorde der Skirennläuferin ist lang. Allen voran stehen ihre insgesamt 67 Weltcupsiege, die sie zur Rekordsiegerin machen, fünf Weltmeistertitel und drei olympische Medaillen. Hinzu kommen unter anderem folgende Erfolge:

  • die meisten Weltcupsiege in einer Saison (17 Siege 2018/ 2019)
  • die meisten Slalomgewinne in einer Saison (acht Siege 2018/ 2019)
  • Weltcupsiege in sämtlichen Disziplin
  • jüngste Olympiasiegerin im Slalom
  • vier Weltmeistertitel in Folge im Slalom
  • 1160 Punkte in einem Slalomweltcup
  • Sieg bei einem Slalomweltcup mit 3,07 Sekunden Vorsprung

Mikaela Shiffrin kämpfte sich nach dem Tod ihres Vaters zurück

Im Jahr 2020 erlitt Mikaela Shiffrin einen schweren Schicksalsschlag. Die Skirennläuferin verlor ihren Vater Jeff bei einem Unfall. Bei Handwerksarbeiten an seinem Haus in Edwards fiel er vom Dach und erlitt schwere Kopfverletzungen, die später zum Tod führten. Die Sportlerin selbst war zum Zeitpunkt des Unfalls gemeinsam mit ihrer Mutter beim Weltcup. Beide reisten sofort ab und Shiffrin brach die Saison ab. Ihre Siegesserie im Slalom unterbrach die Slowakin Petra Vlhová.

Ihre Karriere zu beenden kam für die Skirennläuferin allerdings nicht in Frage, denn auch ihr Vater war dem Sport verfallen. Eigenen Aussagen zufolge fühle sie sich ihm auf dem Berg nahe. Im Dezember 2020 nahm sie erstmals nach dem Verlust an einem Weltcuprennen teil und entschied es für sich. Dieser Sieg gilt als ihr wohl emotionalster, denn kaum war sie im Ziel angekommen, brach sie in Tränen aus.

Von Sophie Neumärker

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