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Linus Straßer.

Im Parallel-Slalom

"Löwe" Straßer holt überraschend ersten Sieg

Stockholm/München - Ski-Rennläufer Linus Straßer hat sensationell den Parallel-Slalom in Stockholm gewonnen und dem Deutschen Skiverband (DSV) den ersten Saisonsieg bei den Alpinen beschert.

Der 24 Jahre alte Münchner, der den deutschen Quotenplatz beim letzten Rennen vor der WM erst vom angeschlagenen Felix Neureuther übernommen hatte, fuhr auf dem Hammarbybacken völlig überraschend zu seinem ersten Triumph - und auf den letzten Drücker das WM-Ticket ein.

Auf dem Weg dahin zeigte der Athlet vom TSV 1860 begeisternde Vorstellungen: Im Achtelfinale schaltete er den norwegischen Top-Star Henrik Kristoffersen aus (0,40 Sekunden zurück), in der Runde der letzten Acht ließ er Stefano Gross (Italien/0,14) keine Chance. Dann bezwang er den späteren Dritten Mattias Hargin aus Schweden (0,11) und im Finale schließlich den Franzosen Alexis Pinturault (0,04).

Straßers Nominierung für die Titelkämpfe in St. Moritz (6. bis 19. Februar) galt allerdings bereits vorher als sehr wahrscheinlich: Mit Platz zehn beim Spezialslalom in Adelboden hatte er bereits die "halbe Norm" erfüllt, außerdem war er zwei Mal 16. gewesen. Seine bisher beste Weltcup-Platzierung war Platz fünf in Schladming 2015.

Der DSV wird sein WM-Aufgebot am Mittwoch bekannt geben, angeführt wird es von Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg (Kreuth) und dem WM-Dritten Neureuther (Partenkirchen). Neben diesem Duo darf sich auch Stefan Luitz (Bolsterlang) Hoffnung auf eine Medaille machen.

Wie Kristoffersen schied auch Marcel Hirscher (Österreich) in der ersten Runde aus. Neureuther hatte wegen seiner Kapselzerrung im linken Knie verzichtet - und so Platz für Straßer gemacht. Bei den Frauen setzte sich Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin (USA) im Finale gegen Veronika Velez-Zuzulova aus der Slowakei (+0,44) durch.

Bei der zweiten Auflage dieses sogenannten City Events im südlichen Stadtteil Björkhagen (Birkengarten) wurden auf einer 180 m langen Piste auf zwei Kursen jeweils 18 Tore und ein kleiner Sprung gefahren. Wirklich alpin war das Ganze nicht: Der Hammarbybacken, ein künstlich erhöhter Hügel, ist 93,5 m hoch.

sid

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