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Eine Legende tritt ab: Marit Björgen hängt die Langlaufskier an den Nagel.

„Habe nicht mehr die Motivation“

Nach Olympia-Rekord: Langlauf-Legende Marit Björgen beendet Karriere

Die norwegische Langlauf-Königin Marit Björgen beendet ihre Karriere. Im Februar hatte sie ihr achtes Olympia-Gold gewonnen und sich zur erfolgreichsten Winterolympionikin gekrönt.

Die norwegische Langlauf-Königin Marit Björgen beendet ihre Karriere. „Ich merke, dass ich nicht mehr die Motivation habe, die ich brauche, um noch eine Saison 100 Prozent zu geben“, sagte die 38-Jährige am Freitag dem Fernsehsender NRK. „Deshalb habe ich mich entschieden zurückzutreten.“ Die nationale Meisterschaft an diesem Wochenende in Alta wird damit ihr letzter Wettbewerb.

Björgen hatte bei den Winterspielen von Pyeongchang ihre achte olympische Goldmedaille gewonnen und sich zur erfolgreichsten Winterolympionikin gekrönt. Mit insgesamt 15 Olympia-Medaillen liegt sie nun vor ihrem norwegischen Landsmann Ole Einar Björndalen, der zu Beginn der Woche ebenfalls seinen Rücktritt verkündet hatte.

„Es war das perfekte Ende meiner olympischen Karriere“, hatte Björgen nach ihrem Olmypiasieg sichtlich ergriffen gesagt. Die gesamte Karriere der Norwegerin ist von Superlativen geprägt: Sie gewann 18 Weltmeistertitel - so viele wie keine andere Langläuferin vor ihr - und insgesamt 41 internationale Meisterschaftsmedaillen. In 303 Weltcuprennen landete sie 184 Mal auf dem Podium, 114 Mal ganz oben.

Marit Björgen auf der Laufstrekce in Pyeongchang bei Olympia 2018.

Bereits beim Weltcup-Finale Mitte März hatte die Mutter eines zweijährigen Sohnes angedeutet, ihr große Zeit sei nun wohl vorbei. Über die Osterfeiertage wolle sie herausfinden, ob sie motiviert genug sei, sich noch einmal voll ins Training für eine WM zu stürzen.

Kollegin Therese Johaug betonte nach dem Rücktritt, sie unterstütze Björgens Entscheidung - auch wenn sie sie gerne noch ein weiteres Jahr dabei gehabt hätte. „Marit hat unglaublich viel für meine Karriere bedeutet“, sagte Johaug. „Ich habe zu ihr aufgeblickt. Sie kennenzulernen, in einem Team mit ihr zu sein und nicht zuletzt gegen sie zu laufen, das war groß.“

dpa

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