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Magdalena Neuner nach ihrem Sieg

Neuner siegt, Greis auf dem Stockerl

Pokljuka - Magdalena Neuner hat beim Sprintrennen in Pokljuka den ersten Weltcupsieg für die deutschen Biathletinnen in diesem Winter geholt.

Biathlon-Star Magdalena Neuner siegt wieder und auch Michael Greis kann es noch. Der dreimalige Turin- Olympiasieger hat beim Weltcup-Sprint in Pokljuka als Dritter endlich wieder das Podium erreicht. Noch weiter vorne bei Kaiserwetter in Slowenien war Doppel-Olympiasiegerin Magdalena Neuner. Trotz zweier Fehler am Schießstand war die siebenmalige Weltmeisterin über die 7,5 Kilometer nicht zu schlagen. Die 23-Jährige setzte sich am Samstag vor Sprint-Olympiasiegerin Anastasiya Kuzmina aus der Slowakei und Kaisa Mäkäräinen aus Finnland durch. Für Magdalena Neuner war es der 20. Einzelsieg in einem Weltcup-Rennen.

Magdalena Neuner: So schön, so erfolgreich

So schön und so erfolgreich: Magdalena Neuner

Magdalena Neuner wunderte sich über ihre beiden Fehlschüsse im Stehend-Anschlag. “Eigentlich habe ich ein gutes Gefühl am Schießstand. Doch irgendwie ist der Knoten noch nicht geplatzt. Aber mit einem Sieg kann man zwei Fehler verschmerzen“, meinte sie und lachte fröhlich in die Fernsehkamera. “Es ist erschreckend für die Konkurrenz, wenn Magdalena Neuner mit zwei Fehlern gewinnt“, sagte die ARD-Expertin Kati Wilhelm. Die dreimalige Olympiasiegerin hatte ihre Biathlon-Karriere genau wie Martina Beck und Simone Hauswald nach den Winterspielen in Kanada beendet.

Trotz der drei prominenten Rücktritte sind die deutschen Biathletinnen vor allem läuferisch gut in Schuss. Mit Kathrin Hitzer (8./1 Fehler), Tina Bachmann (10./2) und Miriam Gössner (12./3) schafften gleich drei weitere Skijägerinnen den Sprung in die Top 12. “Das ist für mich so ein schönes Weihnachtsgeschenk, die Qualifikation für die WM sicher zu haben“, meinte Hitzer, die eine schwere Zeit durchgemacht hat.

Bei den Männern wurde Andreas Birnbacher nach einem Schießfehler mit einem Rückstand von 1:03,1 Minuten auf Sieger Björn Ferry aus Schweden starker Zwölfter. In 27:25,9 Minuten gewann Ferry vor Tarjei Boe. Der Senkrechtstarter aus Norwegen übernahm die Weltcup- Gesamtführung. Dem am Schießstand fehlerfrei gebliebenen Greis fehlten zum zwölften Weltcup-Sieg in einem Einzel-Rennen nur 8,7 Sekunden. Der Schwede Ferry traf ebenfalls alle zehn Scheiben, Boe ließ eine stehen. “Es war für uns das Aha-Erlebnis - er ist mit einer tadellosen Leistung auf das Podest geklettert“, sagte Herren- Bundestrainer Mark Kirchner über Greis.

Den Grundstein zum Erfolg legte der läuferisch erneut starke Greis beim Schießen. “Zuletzt war ich immer aggressiv am Schießstand, heute habe ich gewusst, ich muss treffen. Das Schießergebnis war Grundlage.“ Vor dem letzten Schuss ließ er sich Zeit, baute seinen Anschlag neu auf und traf ins Schwarze.

Magdalena Neuner dagegen erkämpfte sich in der Loipe den Vorsprung. Sie war einmal mehr Laufbeste und gewann das Sprintrennen in 23:05,2 Minuten. Auch zwei Strafrunden über je 150 Meter nach den Fehlschüssen hatten sie nicht stoppen können. Danach machte sie sich auf den Weg nach Baden-Baden zur Sportler-Gala am Sonntag.

dpa

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