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Die deutschen Skilangläuferinnen sind knapp an Staffel-Bronze vorbeigeschrammt.

Platz vier

Nordische Ski-WM: Skilangläuferinnen knapp an Staffel-Bronze vorbei

Bei einem packenden Rennen haben die Skilangläuferinnen Staffel-Bronze knapp verpasst. Platz eins bei der Nordischen Ski-WM holte überraschend...

Seefeld - Die deutschen Skilangläuferinnen sind nach einer starken Vorstellung im Staffelrennen der Nordischen WM in Seefeld Vierte geworden und haben damit ihr bestes Weltmeisterschafts-Ergebnis seit zehn Jahren erreicht. Über 4x5 km lagen Victoria Carl (Zella-Mehlis), Katharina Hennig (Oberwiesenthal), Sandra Ringwald (Schonach) und Laura Gimmler (Oberstdorf) 42,5 Sekunden hinter den drittplatzierten Russinnen.

Erstmals Staffel-Gold holten die Schwedinnen, die sich am Tag nach dem großen Dopingskandal in einem packenden Rennen mit 3,1 Sekunden Vorsprung auf Norwegen um Topstar Therese Johaug durchsetzten. Olympiasieger Norwegen hatte zuletzt viermal in Serie WM-Gold gewonnen. Russland lag 2:03,8 Minuten zurück, die deutsche Mannschaft, die lange um Bronze gekämpft hatte, 2:46,3 Minuten.

"Das fühlt sich an wie eine Bronzemedaille, die Mädels haben ein Riesenrennen hingelegt", sagte Bundestrainer Peter Schlickenrieder im ZDF: "Der vierte Platz ist gar nicht hoch genug zu bewerten, wenn man sieht, wen wir alles hinter uns gelassen haben wie die Amerikanerinnen und die Finninnen."

Für die Frauenstaffel war es die beste Platzierung seit der bislang letzten WM-Medaille 2009 in Liberec (Silber). Bei der WM 2017 in Lahti hatte Deutschland ebenso Platz sechs belegt wie bei Olympia 2018 in Pyeongchang. Von der Staffel, die 2014 bei Olympia in Sotschi mit Bronze das letzte Edelmetall bei einem Großereignis gewonnen hatte (Fessel, Böhler, Nystad, Herrmann) war in Seefeld keine Läuferin am Start.

Die Sprint-Fünfte Carl lief an Position eins ein mutiges Rennen und wechselte als Viertplatzierte auf Hennig, die den deutschen Vierer sogar auf Rang drei vorlief. Ringwald baute den Vorsprung auf Verfolger Russland zeitweise auf 14 Sekunden aus, brach dann aber ein wenig ein und musste die Russin Anna Netschajewskaja vorbeiziehen lassen.

Gimmler konnte zwar auf dem Schlussabschnitt noch einmal zu Russlands Topläuferin Natalja Neprjajewa aufschließen, letztlich hatte die Weltcupzweite aber das bessere Ende für sich - auch weil die entkräftete Gimmler kurz vor dem Schluss noch stürzte.

sid

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