Katharina Althaus landete als beste Deutsche am Donnerstag auf Platz zehn.
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Katharina Althaus landete als beste Deutsche am Donnerstag auf Platz zehn.

Nordische Ski-Weltmeisterschaft

WM: Deutschlands Skispringerinnen verpassen Medaille - DSV-Athletin danach mit Ansage an eigene Kolleginnen

  • Antonio Riether
    vonAntonio Riether
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Bei der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf steht der Teamwettbewerb der Skispringerinnen an. Wir begleiten das Event für Sie im Ticker.

  • Die Nordischen Skiweltmeisterschaften* finden vom 23. Februar bis 7. März im bayerischen Oberstdorf statt.
  • Am Freitagabend ab 17.15 Uhr starten die Skispringer im Teamwettbewerb.
  • Wir begleiten die Disziplin im Live-Ticker. Das DSV*-Team verpasste aber leider eine Medaille.

Update, 19.10 Uhr: Österreich holt Gold! Die deutschen Skispringerinnen dagegen sind im Kräftemessen mit der absoluten Weltspitze weiter chancenlos. Katharina Althaus und ihre Flug-Kolleginnen spielten auch im zweiten Wettbewerb der Heim-WM im Kampf um die Medaillen keine Rolle. Im Teamspringen belegte das Quartett Althaus, Juliane Seyfarth, Anna Rupprecht und Luisa Görlich am Freitag in Oberstdorf nur den fünften Platz. Der Rückstand des Titelverteidigers auf die Podestränge war enorm. Gold holte Österreich vor Slowenien und Norwegen.

„Es ist schade, dass es nicht für eine Medaille reicht“, sagte Rupprecht, die mit ihrer eigenen Leistung ganz zufrieden war und auch mit einer Nominierung für das Mixed-Team am Sonntag rechnet. „Ich glaube, die Juliane oder die Luisa werden nicht gut genug sein“, sagte die 24-Jährige selbstbewusst.

Althaus zeigt solide Sprünge

Trotz der Goldmedaille beim Premierenevent vor zwei Jahren in Seefeld und des Heimvorteils auf der von vielen Trainings bestens bekannten Schanze waren die Deutschen nur mit Außenseiterchancen auf eine Medaille gestartet. Schon beim verpatzten WM-Auftakt am Vortag waren die besten Österreicherinnen, Sloweninnen und Norwegerinnen deutlich stärker gewesen.

Am Freitag zeigte vor allem Leistungsträgerin Althaus zwar solide Sprünge auf 94 und 94,5 Meter. Um die Top-Athletinnen um Marita Kramer aus Österreich oder die Slowenin Nika Kriznar zu gefährden, reichte das nicht. Beide sind nicht nur selbst stark, sondern springen auch in deutlich ausgeglichener besetzen Mannschaften. „Die drei Großen vorne sind in der Breite und in der Qualität sehr gut aufgestellt. Da schwächelt im Moment keiner“, sagte Bundestrainer Andreas Bauer in der ARD.

Update, 17.30 Uhr: Der erste Durchgang ist beendet. Deutschland (413.2 Punkte) liegt auf Rang 5. Ein solider Start für das DSV-Team. An erster Stelle liegt Österreich mit 452,7 Punkten, dahinter Slowenien mit 451,3 Punkten, gefolgt von Norwegen (448,3) und Japan (421,8).

Meldung vom 26. Februar, 9.39 Uhr: Oberstdorf - Auch am zweiten Wettkampftag der Nordischen Ski-WM werden einige Entscheidungen gefällt. Nach der Kombination der Männer, die am Freitag über den Tag verteilt stattfindet, wollen die DSV-Damen ab 17.15 Uhr im Teamspringen wieder aufs Podest, was zuletzt vor zwei Jahren gelang.

Nordische Ski-WM: Skisprung-Teamwettbewerb im Live-Ticker - DSV-Damen ohne Olympiasiegerin Vogt

2019 holte Deutschland in Seefeld sogar die Goldmedaille, das damalige Sieger-Team bestand aus Katharina Althaus, Carina Vogt, Ramona Straub und Juliane Seyfarth. Nach ihrer schwachen Leistung beim WM-Einzel wurde die Olympiasiegerin Carina Vogt aus dem Aufgebot für den Teamwettbewerb am Freitag gestrichen, sie bezeichnete ihren 30. Platz selbst als „Debakel“. Nach schweren Knie-Verletzungen hatte die 29-Jährige hart auf die WM hingearbeitet.

Noch vor der Kader-Verkündung von Bundestrainer Andreas Bauer über das Aufgebot für das Teamspringen meinte die enttäuschte Vogt, dass der Wettbewerb am Freitag für sie nicht relevant sei. „Ich biete mich so nicht an, ich bin so ja auch keine Unterstützung, wenn ich solche Sprünge zeige. Es wäre für mich auch schwierig, mit der Drucksituation umzugehen“, so die enttäuschte aber reflektierte Athletin.

Nordische Ski-WM: Skisprung-Teamwettbewerb im Live-Ticker - zwei Goldmedaillen-Siegerinnen beim DSV dabei

Beim Einzel-Springen der Damen am Donnerstag enttäuschte nicht nur Vogt, sondern das ganze DSV-Team. Althaus landete als beste Deutsche auf Platz zehn, ihr erster Durchgang verhinderte eine bessere Platzierung. Bundestrainer Bauer setzt nach der Ausbootung von Vogt auf ein Quartett bestehend aus Anna Rupprecht, Juliane Seyfarth, Katharina Althaus und der 22-jährigen Luisa Görlich. Damit sind also noch zwei Gold-Gewinnerinnen von vor zwei Jahren dabei.

Ob diese etwas gegen die große Konkurrenz ausrichten können, wird sich beim Wettbewerb zeigen. Denn die Teams aus Norwegen, Slowenien oder Japan sind bestückt mit Star-Springerinnen, die es bereits teilweise am Donnerstag auf einen Podestplatz schafften. (ajr) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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