Michael Hayböck (links), Stefan Kraft (mitte) und Hayböcks Bein (rechts).
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Michael Hayböck (links), Stefan Kraft (Mitte) und Hayböcks Bein (rechts).

Einriss des Syndesmosebandes

ÖSV-Skispringer verletzt sich beim Fußballspielen - Kollege Stefan Kraft ekelt sich beim Anblick des Fußes

  • Andreas Knobloch
    VonAndreas Knobloch
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Skispringern sagt man nach, dass sie neben dem Fliegen gerne auch mal kicken - einer hat sich dabei aber verletzt und zeigt seinen kaputten Fuß.

Linz - Skispringer können neben ihrer Hauptsportart locker mal einen Ball nehmen und ein bisschen kicken. Wohingegen andersrum Fußballer eher seltener zu den langen Skiern greifen und sich auf die Schanze schwingen. Wie man immer wieder aus den Skisprung-Kreisen hört, sind manche der Springer sogar sehr talentiert an der Kugel. So ein Fußballspiel unter Wintersportlern* ist bei den Profisportlern also nicht ohne Qualität.

Skispringer verletzt sich beim Fußballspielen - Wintersport-Saison im Gefahr?

Die Österreicher haben auch Fußball gespielt. Eventuell angestachelt von der tollen EM, die ihre Landsmänner gezeigt haben. Die Burschen schieden erst gegen Italien in der Verlängerung aus. Ein Skispringer, der nun Zeit hat, die EM zu Ende zu gucken, ist Michael Hayböck. Der Schanzenrekordhalter am Bergisel hat den Fußballplatz mit einer Verletzung verlassen. „Ich war in vollem Sprint zum Ball und bin überknöchelt. Entweder habe ich einen blöden Schritt gemacht oder es war ein Loch im Rasen“, sagte Hayböck laut sportnews.bz.

Diagnose: Knochenmarksödem am Rist, Einriss des vorderen Syndesmosebandes. Folge: bis zu sechswöchiges Sprungverbot. Das einzig Positive ist, dass er die Verletzung im Sommertraining und nicht pünktlich zum Saisonstart geholt hat. Und das weiß Hayböck auch selbst, der es mit Humor nimmt. „Kleine Verletzungen zu haben, bedeutet Zeit zum Fußballschauen“. Das Foto liegt fünf Tage zurück.

Skispringer Hayböck zeigt verletzten Fuß - Kraft ekelt sich vor den Zehennägeln

Hayböck hat also durch Fußball die Zeit für Fußball. Viele werden ihn um die Verletzung nicht beneiden, aber um die Zeit, EM zu gucken vielleicht ein wenig. Teamkamerad Stefan Kraft hingegen konnte sich beim Anblick des verletzten Fußes einen scherzhaften Kommentar nicht verkneifen: „Zehennägel schneiden hättest schon können“. Ob Kraft gezoomt hat? So deutlich ist das nicht zu erkennen - die Stimmung im ÖSV-Team scheint aber zu passen. (ank) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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