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Alexander Kruschelnizki (r) und Anastassija Brysgalowa bei ihrem Wettkampf.

Dopingverdacht zurückgewiesen

Olympia 2018: Russischer Curling-Trainer zu Dopingverdacht: „Er ist nicht dumm“

Der russische Curling-Coach Sergej Belanow hat den Doping-Verdacht gegen seinen Athleten bei Olympia 2018 zurückgewiesen. Das russische Curling-Team ist geschockt. 

Pyeongchang - Der russische Curling-Coach Sergej Belanow hat den Dopingverdacht gegen den Bronzemedaillengewinner Alexander Kruschelnizki zurückgewiesen. „Es wäre dumm, das gleiche Mittel zu nehmen, das für so viel Wirbel gesorgt hat“, sagte Belanow, Trainer der Damen-Auswahl, am Montag bei den Winterspielen von Pyeongchang. Er glaube nicht, dass „ein junger, cleverer Mann“ dies tun würde. „Alexander ist nicht dumm.“ In der A-Probe des Curlers Kruschelnizki waren russischen Medienberichten zufolge Spuren der verbotenen Substanz Meldonium gefunden worden.

Konstantin Wybornow, Sprecher des Teams der „Olympischen Athleten aus Russland“, wollte den Namen des verdächtigen Athleten und Details nicht bestätigen. Er erklärte aber, dass die B-Probe am heutigen Montag geöffnet werden soll. „In jeder Situation beschädigt eine positive Dopingprobe den Ruf eines Sportlers, eines Verbands, der Sportnation“, sagte Wybornow.

Russisches Curling-Team zeigt sich geschockt

Die weiteren russischen Curler zeigten sich geschockt. „Es ist wie ein Sturm über uns hereingebrochen“, sagte Viktoria Moissejewa, Mitglied des Damen-Teams, nach der 2:11-Niederlage gegen die Schweiz. „Wir hätten nie gedacht, dass das im Curling passieren könnte. Wir hoffen alle, dass die B-Probe negativ ist.“

Die 27-Jährige äußerte sich zudem über eine mögliche Manipulation eines Getränks Kruschelnizkis aus dem eigenen Team während des Trainingslagers, die der Athlet Medienberichten zufolge selbst befürchtet. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand das tun kann und dann nachts ruhig einschlafen kann“, sagte Moissejewa. „Er wüsste, dass er nicht nur das Leben eines Einzelnen zerstört hat, sondern des ganzen Landes.“


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dpa

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